Was tun, wenn der Lieblingsklub immer verliert?

Ein Trauerspiel. Die Fans von Leeds United hatten in den letzten Jahren wenig zu lachen.
Ein Trauerspiel. Die Fans von Leeds United hatten in den letzten Jahren wenig zu lachen.
Foto: imago/Geoff Martin
Der Norweger Magnus Sveen ist seit frühester Kindheit Fan von Leeds United. Doch ausgerechnet als er begann, den Klub als Reporter zu begleiten, da begann dessen freier Fall. Doch nun hofft Sveen, den Abwärtstrend zu stoppen. Mit einem ungewöhnlichen Schritt.

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Magnus Sveen ein ziemlich abergläubischer Mensch ist. Wir wissen zwar nicht, ob er stets mit dem rechten Bein aufsteht oder ob er Angst vor schwarzen Katzen hat, auch Voodoo-Praktiken betreibt er unseres Wissens nicht. Wenn es um Fußball geht, dann hat er aber seine Prinzipien.

Begonnen hatte das 1995, als Sveen, ein glühender Anhänger von Leeds United, vor einem Spiel vergaß, sein Fan-Trikot überzustreifen und so in normaler Kleidung die Partie gegen Wimbledon ansehen musste. Dennoch wurde es ein tolles Spiel und Tony Yeboah, gerade aus Frankfurt nach Leeds gewechselt, erzielte das vielleicht schönste Tor seiner Karriere. Für den Norweger Grund genug, nie wieder ein Trikot zu tragen.

Den Idolen ganz nah

Anfang des Jahrtausends ging für den Fußballfan dann ein Traum in Erfüllung. Er ergatterte einen Job als Sportreporter beim Fernsehsender TV2 und konnte fortan seinen Idolen ganz nah sein.

Glück brachte er seinem Herzensklub allerdings nicht. Im Gegenteil. Denn für den Champions-League-Halbfinalisten von 2001 ging es fortan nur noch bergab. Im Dezember 2014 fiel Leeds nach einer Niederlage gegen Derby sogar auf Platz 20 zurück. Wohlgemerkt in der zweiten Liga und plötzlich wurde Sveen klar, wer das Pech nach Leeds gebracht haben musste: Kein geringerer als er selber. Und weil er nicht nur abergläubisch ist, sondern auch sehr konsequent, kündigte er noch am selben Abend seinen Job bei TV2.

Ob nun aber wirklich alles besser wird? Gewisse Zweifel sind zumindest erlaubt. Im ersten Spiel ohne Sveen kassierte Leeds im Pokal gegen Sunderland jedenfalls eine 0:1-Niederlage.

Vielleicht hätte er es doch lieber mit Voodoo probieren sollen.

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