Urteil im Prozess um Kohlenmonoxid-Unfall in Züschen

Winterberg..  Fünf Menschen, darunter zwei Kleinkinder, wurden vor einem Jahr durch den Austritt von Kohlenmonoxid in einem Haus in Züschen bei Winterberg lebensgefährlich verletzt. Schuld an dem Unglück war damals eine nicht zum Betrieb freigegebene Gasheizung.

Gestern wurde der Installateur vor dem Amtsgericht in Medebach verwarnt und wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldbuße für zwei Jahre auf Bewährung verurteilt. Er hatte laut Beweisaufnahme die Heizung nach einem Probelauf nicht abgeschaltet und damit unwissentlich die Katastrophe verursacht. Aus einem minimalen Verschulden, das jedem Menschen passieren könne, seien gravierende Folgen entstanden, so der Richter.

Dass es bei dem Unglück nicht zu Todesfällen kam, war nur dem beherzten Eingreifen der Nachbarin zu verdanken, die unter eigener Lebensgefahr zwei bewusstlose Kleinkinder sowie deren Mutter aus dem Haus geholt hatte und anschließend selbst verletzt ins Krankenhaus musste. Die betroffene Familie ist körperlich wieder gesund, leidet jedoch bis heute unter posttraumatischen Auswirkungen des Unglücks.

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