Südwestfalen bleibt Jobmotor in NRW

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Die Arbeitslosigkeit im Mai sinkt in der Region Südwestfalen stärker als im ganzen Land. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt verliert aber spürbar an Fahrt.

Hagen.. Südwestfalens Wirtschaft ist und bleibt ein Zugpferd der wachsenden Beschäftigung in NRW. In der Region ist die Arbeitslosigkeit im Mai erneut stärker gesunken als im Landesschnitt. Nach mittlerweile mehr als zweijährigem Boom am Arbeitsmarkt hat indes die Dynamik der Erholung allerorten deutlich abgenommen.

Nach dem überraschenden leichten Anstieg im April ist die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen bis Ende Mai wieder um 1,9 Prozent (13 843) auf 730 379 zurückgegangen, wie die NRW-Arbeitsagentur am Donnerstag berichtete. Das sind allerdings nur noch 2487 (0,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr - ohne die überdurchschnittliche Entwicklung am südwestfälischen Arbeitsmarkt wäre landesweit sogar schon Stagnation zu verzeichnen.

Im Ruhrgebiet steigt die Arbeitslosigkeit

In den fünf Bezirken der Region registrierten die Arbeitsagenturen noch 64 552 Erwerbslose, 2,7 Prozent (1764) weniger als Ende April und immerhin noch 3,3 Prozent (2189) weniger als im Mai 2011. Damit hält der Aufwärtstrend in Südwestfalen ebenso an wie im Münsterland, während etwa im Ruhrgebiet und im Bergischen Land die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich wieder leicht steigt. Auch bei den Arbeitslosenquoten bleiben vier der fünf regionalen Bezirke mit Werten zwischen 4,7 Prozent (Hochsauerland) und 6,6 Prozent (Märkischer Kreis) deutlich unter der landesweiten Quote von 8,0 Prozent. Einzig der Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr liegt leicht darüber (8,2 Prozent).

„Die Frühjahrsbelebung fiel in diesem Jahr deutlich schwächer aus als 2011“, bilanzierte Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Arbeitsagentur und verwies auf die abgeflachte Konjunktur. Dennoch erwartet sie, dass die Arbeitslosigkeit 2012 weiter sinkt - wenn auch geringer als noch im Vorjahr.

Auf hohem Niveau bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften: Landesweit registrierten die Arbeitsagenturen noch fast 101 000 offene Stellen, 80 Prozent unbefristet. Mehr als ein Drittel dieser Nachfrage entfalle auf Zeitarbeitsfirmen. Der Arbeitsagentur zufolge stellt die Branche aber nur gut 3 Prozent der rund sechs Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in NRW.

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