Stürmischer Dienstag in Südwestfalen

Südwestfalen..  Tief Niklas verur­sachte auch in Südwestfalen Wetterkapriolen. So brachen gestern ­Morgen um kurz nach zehn Uhr mehrere Beschicker den Verkauf auf dem Mendener Wochenmarkt ab. Zuvor war vom benachbarten Alten Rathaus eine Schieferplatte auf das Marktgelände gekracht.

Die Händler hatten ihre Stände bereits unter erschwerten ­Bedingungen aufgebaut. An­schließend hatte der Sturm an Planen und Dächern der Stände gezerrt.

Für eine explosive Situation sorgte Niklas an einer Tankstelle in einem Warsteiner Gewerbegebiet. Durch den Sturm war ein Baum auf das Gelände gestürzt und hatte dabei die Zuleitung eines Gastanks abgerissen. Hierdurch strömte das Gas ins Freie. „Das war gefährlich, aber wir haben noch einmal Glück gehabt“, so das Fazit von Stadtbrandinspektor Michael Döben. Durch die Freiwillige Feuerwehr wurde die Zuleitung abgeschiebert und der Baum vom Gastank entfernt.

Sattelzug von Windböe erfasst

Auf der Möhnestraße bei Brilon wurde ein polnischer Sattelzug von einer Windböe erfasst - dabei wurde der Anhänger des Lastwagens auf die Seite geworfen. Am höchsten Punkt des Altkreises Brilon - dem Kahlen Asten in Winterberg - ­wurden Windgeschwindigkeiten von 118 Stundenkilometern ge­messen.

Wetter-Turbulenzen in Südwestfalen. Und doch: „Ein ganz normales Wetterphänomen in dieser Jahreszeit“, widerspricht Jürgen Weiler, Wetterbeobachter in der Wetterstation am Kahlen Asten, einer möglichen Auswirkung des Klimawandels. „Im Frühjahr und im Herbst müssen Sie wegen der Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd immer mit einer solchen Wetterlage rechnen.“

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