Sieg auf den letzten Metern für Frederik Martin

Dominik Brendel
Der Sunderner Triathlet Frederik Martin war am Möhnesee wieder nicht zu schlagen.
Der Sunderner Triathlet Frederik Martin war am Möhnesee wieder nicht zu schlagen.
Foto: Westfalenpost
Im Schlussspurt gewann der Sunderner Triathlet Frederik Martin am Samstag den Möhnesee Triathlon über die olympische Distanz. Es war bereits das dritte Mal, dass Martin beim Dreikampf im Sauerland als Erster im Ziel landete.

Was zeichnet den Triathlon am Möhnesee aus?

Das lässt sich relativ leicht beantworten: Tolles Wetter, tolle Kulisse, tolle Strecke, kurzum: eine tolle Veranstaltung.

Ihr dritter Sieg hier war der wahrscheinlich spannendste...

Das kann man wohl sagen. Marcel (Klute, zweiter hinter Martin) hatte nach dem Radfahren einen Vorsprung von gut drei Minuten. Als ich dann diesen „Schweineberg“ hinauf gelaufen bin, kam er mir schon entgegen. Ich dachte mir nur: Den kriegst du nicht mehr.

Wie gelang Ihnen die Wende, um doch noch zu siegen?

Nach der ersten Laufrunde habe ich von meinem Vater gehört, dass ich den Rückstand auf 1:45 Minute verkürzen konnte. Da wurde mir klar, dass er etwas einbricht.

Die Entscheidung fiel also auf den letzten Metern?

Bei Kilometer 9,5 bin ich an ihm vorbei gezogen. Und die letzten 500 Meter habe ich ihn auch nicht mehr herankommen lassen. Marcel ist ein super Athlet, der ein tolles Rennen gelaufen ist. Aber am Ende konnte ich mich zum Glück durchsetzen.

Wie ordnen Sie diesen Sieg für sich persönlich ein?

Der Triathlon am Möhnesee ist als lokaler Wettkampf wichtig für mich, es war eine tolle Veranstaltung und der Sieg bedeutet mir einiges. Aber das war kein absoluter Höhepunkt der Triathlon-Saison. Es geht bei diesen Veranstaltungen unter anderem auch darum, sich den Sponsoren zu präsentieren. Rein sportlich gibt es natürlich andere Herausforderungen für mich.

Wie ist die Saison bislang für Sie verlaufen?

Ich bin recht zufrieden, ich konnte bei vielen Triathlons wie zum Beispiel in der vergangenen Woche am Hennesee eine Top-Drei-Platzierung erreichen. Auch der Sieg beim Möhnesee Triathlon freut mich natürlich. Mein Fokus liegt in diesem Jahr aber ganz klar auf der zweiten Saisonhälfte. Dort geht es über die Langdistanzen.

Welche Aufgaben stehen denn noch vor Ihnen?

Ich werde am 1. September beim Triathlon in Köln antreten. Dort werde ich auf jeden Fall versuchen, eine neue Bestzeit zu erreichen. Im Dezember geht es dann zum Ironman nach Cozumel in Mexiko. Man kann sich dort für die Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii 2014 qualifizieren. Das wäre eine Riesensache.