Schützenverein soll 16 000 Euro für Gas nachzahlen

Lennestadt..  Fast jeder kennt das: Flattert die Strom- oder Gasrechnung ins Haus, gibt es oft ein böses Erwachen. Auch für den Schützenverein Altenhundem. Der Verein sollte 16 282 Euro für Erdgas nachzahlen, und zwar für die letzten zehn Jahre. Das Energieunternehmen RWE hatte seit 2004 schlichtweg vergessen, eine Rechnung zu schreiben. Die vereinseigene Sauerlandhalle hat vier Gaszähler, die jedes Jahr turnusgemäß abgelesen wurden. Und zwar in der Regel von einem Mitarbeiter des Netzbetreibers Westnetz GmbH, Tochterunternehmen der RWE AG. Aber offenbar - das ergaben die Recherchen des Vereins - hatte Westnetz von 2004 bis 2011 aus unerfindlichen Gründen nur die Zählerstände von drei Gaszählern zur Abrechnung an die RWE Vertrieb AG weiter geleitet. Anschließend dauerte es weitere 3,5 Jahre, bis die RWE Vertriebs AG die Rechnung über Zähler Nummer 4 schrieb, über satte 16 282 Euro. Pech für den Verein: Bei Strom- und Gasverträgen gibt es keine gesetzliche Verjährungsfrist. Genauer gesagt: Die Frist beginnt erst nach Rechnungsstellung und nicht nach Lieferung. Nach längeren Verhandlungen will RWE dem Verein jetzt ein Drittel der Kosten erlassen, weil es sich bei der Abrechnungspanne um einen großen Ausnahmefall handele, so RWE-Sprecher Mario Leikop.

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