„Jetzt zählen Olpe und der Klassenerhalt“

Maresk Lesniak (rechts beim Trainingsauftakt der SpVg Olpe.
Maresk Lesniak (rechts beim Trainingsauftakt der SpVg Olpe.
Foto: WP
Gestern war Trainingsauftakt des Westfalenliga-Aufsteigers SpVg Olpe mit dem neuen Trainer Marek Lesniak. Wir sprachen mit dem 51-jährigen 20-maligen polnischen Nationalspieler über seinen neuen Job.

1988 wechselte Marek Lesniak aus Stettin in die Fußball-Bundesliga und machte sich hier schnell einen Namen. Er spielte in der ersten Liga für unter anderem für Bayer Leverkusen und Wattenscheid 09. In insgesamt 213 Bundesligaspielen traf er 42mal. Jetzt ist der 51-Jährige neuer Trainer des Westfalenliga-Aufsteigers SpVg Olpe.

1 Wie kam es zum Kontakt zur SpVg Olpe?

Das war schon ein wenig Zufall. Der Vorstand der SpVg Olpe hatte einen Tipp von einem Bekannten. Dabei ist wohl mein Name gefallen. Wir haben nach wenigen Minuten gemerkt, dass die Chemie stimmt. Und dann waren wir uns schnell einig.

2 Haben Sie die Entwicklung der SpVg Olpe verfolgt?

Ja, das habe ich. Mir hat imponiert, dass sie nach der Niederlage vergangenes Jahr in der Aufstiegsrelegation nicht alles über den Haufen geworfen und einen neuen Versuch mit fast dem gleichen Kader unternommen haben, der dann mit einem großen Vorsprung den Aufstieg geschafft hat.

3 Hatten Sie auch Kontakt zu anderen Vereinen?

Ja. Ich hatte Kontakt zu einem Verein, der eine Klasse niedriger spielt. Zum Glück haben die sich nicht für mich entschieden. Ich weiß, dass sie sich darüber ärgern. Dadurch bin ich jetzt bei der SpVg Olpe.

4 Gestern war Trainingsstart. Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Mannschaft und Verein?

Ich muss die Mannschaft noch kennenlernen. Die Personen im Umfeld tun alles, um mir die Arbeit so leicht wie möglich zu machen.

5 Ist das ein Fulltime-Job?

Nein das ist kein Fulltime-Job, davon kann man nicht leben. Deshalb komme ich nach meiner Arbeit noch drei- bis viermal nach Olpe, um die Jungs auf Trab zu halten.

6 Ist das für einen ehemaligen Bundesligaspieler und Nationalspieler eher Herausforderung oder notwendiges Muss?

Für mich ist der Job eine Herausforderung, kein Muss, denn ich habe einen Job. Es war das Kribbeln bei mir, nach drei Jahren Pause wieder im Seniorenfußball arbeiten zu können. Ich bin dankbar, dass mir der Vorstand der SpVg Olpe diese Chance gegeben hat. Ich war bestimmt nicht der einzige Bewerber.

7 Wie oft werden Sie auf das Spiel gegen Bayern München angesprochen, in dem Sie beim 3:3 alle Wattenscheider Tore erzielten?

Sehr oft noch, gerade von Bayern-Fans. Aber das sind nur noch schöne Erinnerungen, Vergangenheit. Jetzt zählt Olpe. Ich verspreche, dass ich alles in meiner Macht stehende tun werden, den Klassenerhalt zu schaffen.

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