Die Iserlohn Roosters siegen für und dank Henning Schroth

Roosters-Trainer Doug Mason während einer Partie. Foto: Hartmann
Roosters-Trainer Doug Mason während einer Partie. Foto: Hartmann
Unverhofft kommt oft: Auch für ihn überraschend stand Henning Schroth am Sonntagnachmittag im Tor der Iserlohn Roosters und leistete einen erheblichen Anteil zum wichtigen 5:2-Sieg in Wolfsburg. Der 21-Jährige feierte seine Premiere in der Deutschen Eishockey Liga.

Wolfsburg/Iserlohn.. Er grinst. Und fast scheint es, als wäre sein Minenspiel festzementiert, denn Henning Schroth kann gar nicht aufhören zu grinsen, während er in Richtung Bus der Iserlohn Roosters schlendert. Hinter ihm liegt sein erster Einsatz in der Deutschen Eishockey Liga, einer, der zudem äußerst erfolgreich verlief. Mit 5:2 (1:0, 3:2, 1:0) gewannen die Sauerländer beim EHC Wolfsburg. Schroth, dieser 21-Jährige zwischen den Pfosten der Roosters, ist deshalb ein gefragter Mann und derart gut gelaunt, weil er fast wie ein altgedienter Torwart sein Reich erfolgreich verteidigt.

„Sie haben großartig gekämpft und es für mich so leicht wie möglich gemacht“, lobt die eigentliche Nummer 4 der Iserlohner, die üblicherweise bei den Hammer Eisbären in der Oberliga spielt, ihre Vorderleute. Roosters-Manager Karsten Mende kann dem nur beipflichten. „Die gesamte Mannschaft hat gegen eine sehr gute Wolfsburger Mannschaft Charakter bewiesen und gekämpft wie ich es lange nicht erlebt habe“, sagt er. Aber auch: „Henning Schroth hat eine sehr, sehr gute Leistung abgeliefert.“

Als der junge Mann am Sonntagmorgen zur Mannschaftsbesprechung erschien, ahnte er noch nicht, welch’ Überraschung auf ihn wartete. Mathias Lange verletzt, Jugendtorwart Marc Fleischer verhindert - eigentlich sollte Schroth die Absicherung für Sebastien Caron geben. Doch der hatte bereits am Samstag das Training abgebrochen und sah sich auf Grund starker Kopfschmerzen außerstande, die Reise nach Wolfsburg mitanzutreten. Also musste Schroth zwischen die Pfosten. „Gegen 10 Uhr hat er es dann erfahren“, sagt Karsten Mende.

Vielleicht sorgte neben der Niederlage am Freitagabend gegen die Straubing Tigers (2:6), bei der Caron übrigens ungewohnte Unsicherheiten zeigte, auch der Einsatz des Förderlizenzspielers für das zusätzliche Quäntchen Motivation bei den restlichen Roosters. „Wir haben von Anfang an überragend gespielt“, sagt Mende später. Den ersten Schuss auf das Iserlohner Tor verzeichneten die Statistiker nach 6:16 Minuten. Auch anschließend warfen sich Verteidiger wie Stürmer in die Schüsse, blockten sie ab, ehe zielstrebig nach vorne kombiniert wurde.

Dass Wolfsburg dennoch nach dem Tor von Bobby Raymond zur 1:0-Führung (4. Minute) plötzlich durch Treffer von Brett Palin (25.) und Christoph Höhenleitner (26.) mit 2:1 vorne lag, schockierte die Roosters nicht. Jeff Giuliano (34.), Michael Wolf (36.), Brent Raedeke (37.) und Simon Fischhaber (59.) stellten den Endstand her. „Hut ab“, sagt Trainer Doug Mason nach der Partie. Und grinst ebenfalls.

 
 

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