Blockierte Straßen - kein Durchkommen

Wie die Feuerwehr vergeblich versuchte, die Straßen freizuhalten

Von einer kritischen Situation sprach Winterbergs Feuerwehr-Pressesprecher Martin Niggemann gestern Abend gegen 20.30 Uhr. "Wir mussten bereits zwei Einsätze abbrechen, da es überall kracht und knirscht. Die Straße an der Ruhrquelle ist gesperrt, ebenso die Strecken Winterberg-Züschen und Winterberg-Elkeringhausen", so Martin Niggemann. Grund seien - natürlich - umgestürzte Bäume.

Viel unternehmen konnten die Einsatzkräfte in dieser Zeit nicht. "Die Bäume sind einfach zu dick, da können wir alleine nichts ausrichten." Zwei von Bäumen eingeschlossene Autos mussten befreit sowie ein Keller Auf der Wallme ausgepumpt werden. Niggemann: "Bislang gab es keine Verletzten, bei uns sind rund 130 Kräfte im Einsatz."

Überschwemmungen in Braunshausen und Liesen, überflutete Keller in Hallenberg und umgestürzte Bäume - so sah die zwischenzeitliche Bilanz von Hallenbergs Feuerwehr-Chef Albert Winter aus. "Die Strecken Hesborn-Medelon und Dreislar-Medelon sind komplett gesperrt." Rund 25 Männer seien bis in den späten Abend pausenlos im Einsatz. Auch im Stadtgebiet Hallenberg gab es bis kurz vor 21 Uhr noch keine Verletzten zu beklagen.

Rastlos sind auch die rund 35 Feuerwehrkräfte in Medebach im Einsatz. Wer in Berge wohnt, hatte gestern schlechte Karten. "Sowohl die Straße Medebach-Berge als auch die Strecke Berge-Dreislar sind gesperrt. Von Düdinghausen Richtung Usseln geht ebenfalls nichts mehr", so Medebachs Feuerwehr-Chef Josef Müller. Eine Frau, deren Auto zwischen Glindfeld und Medelon zwischen zwei Bäumen festsaß, hatte Glück. Sie verließ in Panik das Auto, wurde aber unverletzt von der Feuerwehr geborgen. (rah)

 
 

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