Beim Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt Südwestfalen vorne

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat einen Rekordwert erreicht. Allein Langzeit- und ältere Arbeitslose profitierten davon nicht oder nur wenig.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat einen Rekordwert erreicht. Allein Langzeit- und ältere Arbeitslose profitierten davon nicht oder nur wenig.
Foto: dpa
Stärkster Rückgang aller Regionen in Nordrhein-Westfalen im abgelaufenen Jahr.

Südwestfalen. Der Beschäftigungsboom hält an und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau: „Gutes Ende eines guten Jahres“ überschreibt die Chefin der NRW-Agentur für Arbeit die Bilanz über die abgelaufenen zwölf Monate. Zwar hat es landesweit einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember im Vergleich zum Vormonat gegeben; zieht man aber den Jahresvergleich, dann waren im Dezember 2015 in NRW 10 813 Menschen weniger ohne Job als im Dezember 2014.

In den Landesteilen entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Jahresverlauf unterschiedlich: Im Ruhrgebiet stieg die Quote um 0,7 Prozentpunkte; alle anderen NRW-Regionen weisen einen, teils sogar kräftigen Rückgang auf. Dabei liegt die Region Südwestfalen mit - 4,6 Prozentpunkten an der Spitze.

Hagen negativer Spitzenreiter

Der Blick auf die Bezirke in Südwestfalen spiegelt das wieder. Vier Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit melden zum Jahresende Arbeitslosenquoten von unter 4 Prozent (Bad Berleburg, Burbach, Olsberg, Schmallenberg). Olsberg hat dabei mit 3,0 Prozent die günstigste Quote; sie entspricht nahezu Vollbeschäftigung. Ausreißer in die andere Richtung: die Großstadt Hagen mit knapp zweistelliger Quote.

Die allgemein gute Entwicklung werde sich, trotz robuster Konjunktur, im neuen Jahr wohl nicht fortsetzen, sagen die Arbeitsmarktexperten. Der Grund: die anhaltende Zuwanderung. Die Zahl der „inländischen Arbeitslosen“ werde jedoch durch die weitere Arbeitskräftenachfrage weiter zurückgehen.

 
 

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