Bergkamen

Ruhrgebiet: Denkmal vor dem Aus! Ehemalige Bergarbeiter enttäuscht – weil DIESES Wahrzeichen verschwinden soll

In Bergkamen verschwindet bald ein Ruhrgebiets-Wahrzeichen.
In Bergkamen verschwindet bald ein Ruhrgebiets-Wahrzeichen.
Foto: IMAGO / Peter Schickert

Bergkamen. Traurige Nachricht für ehemalige Bergarbeiter im Revier! Im Ruhrgebiet verschwindet bald ein stattliches Ruhrpott-Wahrzeichen. Das wurde vom Rat der Stadt Bergkamen Ende der Woche beschlossen.

Gemeint ist das Fördergerüst der Zeche Haus Aden 2. Das soll in Kürze abgerissen werden, wie der „Westfälische Anzeiger“ berichtet. Drei Millionen würde die Verlegung des Gerüsts kosten – zu teuer für die Entscheider bei der Stadt. Nun wurde das Ende des historischen Wahrzeichens im Ruhrgebiet besiegelt. Der Zechenturm muss ausgerechnet im Ruhrgebiet weichen.

Ruhrgebiet: Aus für Denkmal! Ehemalige Bergleute sind enttäuscht

„Die Entwicklung der Stadt ist durch diese Landmarke nicht so voranzubringen, wie durch andere Dinge, die ich mir für drei Millionen Euro vorstellen kann“, sagte SPD-Fraktionschef Rüdiger Weiß.

Es sei eine Entscheidung für die Stadt gewesen, nicht gegen den Bergbau oder die Geschichte der NRW-Stadt. Zwei Fraktionssitzungen, viele lange Gespräche sowie „viele auch schlaflose Nächte“ habe der Entschluss gekostet.

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Die Linke sagte, dass drei Millionen Euro für eine Verlegung des Fördergerüsts in der NRW-Stadt zwar viel Geld sei, es dennoch gut investiert wäre. Ihr Vorschlag: Der Zechenturm könne als Aussichtspunkt touristisch genutzt und zum Alleinstellungsmerkmal der Stadt Bergkamen werden.

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Das war die Zeche Haus Aden:

  • Die Zeche in Bergkamen (NRW) war ein Steinkohlebergwerk
  • 1938 begannen die ersten Arbeiten
  • Bereits 1943 förderte man bei Schacht 2 die erste Kohle aus der Erde
  • 60.000 Tonnen Kohle wurden in dem Jahr gefördert
  • 1080 Menschen arbeiteten damals dort
  • Unter den Arbeitern waren viele polnische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
  • Bei Kriegsende 1945 wurde die Förderung vorübergehend eingestellt
  • 1956 wurden in der Hochzeit mehr als eine Millionen Tonnen Steinkohle gefördert
  • 2001 wurde die Zeche geschlossen

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NRW: Abriss ab März

Die ehemaligen Bergleute selbst sind enttäuscht. Der Geschichtskreis „Haus Aden 3/4“ kämpfte sehr lange für den Erhalt des Förderturms in Bergkamen. Sie wollten, das Bauwerk als Tor zur neuen „Wasserstadt Aden“ zu nutzen.

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Denn die entsteht aktuelle auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden in der NRW-Stadt. „Rund um den neuen Adensee entsteht ein modernes und vielseitiges Stadtquartier für verschiedenste Lebens- und Wohnstile“, verkündete die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft.

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Der Abriss des Wahrzeichens in NRW soll laut dem „Westfälischen Anzeiger“ bereits im März beginnen.

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