Ruhrgebiet: „München Flop!“ Diese drei Ruhrpott-Städte liegen in deutschlandweitem Ranking vorne

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben

DER WESTEN ist für dich in den Heißluftballon gestiegen und hat das Ruhrgebiet von oben gefilmt.

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Wo lebt es sich in Deutschland am besten? Das hat eine Analyse untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen: „München Flop!“. Denn nicht in der bayerischen Landeshauptstadt sondern im Ruhrgebiet haben Menschen aus finanzieller Sicht das beste Leben.

Gleich drei Städte aus dem Ruhrgebiet liegen dabei im deutschlandweiten Ranking vorne.

Ruhrgebiet: Leben in drei Ruhrpott-Städten deutschlandweit besonders gut

Um ein finanziell gutes Leben zu haben, ist einerseits das Gehalt entscheidend, anderseits spielen aber auch die Lebenshaltungskosten eine wichtige Rolle. Und die variieren bekanntlich stark je nach Wohnort.

Besonders viel Geld bleibt den Menschen im Ruhrgebiet übrig, wie eine Analyse der Online-Jobplattform Stepstone zeigt. Dafür wurden 128.000 Gehälter ins Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten in 395 Stadt- und Landkreisen in Deutschland gesetzt. Neben Mietkosten wurden dabei auch Lebenshaltungskosten für Transport, Nahrungsmittel und Freizeitaktivitäten berücksichtigt.

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Und das Ergebnis kann sich aus Sicht der Ruhrpott-Städte sehen lassen: In Essen, Duisburg und Dortmund lebt es sich finanziell besonders gut. Die drei Städte im Ruhrgebiet landeten unter den Top 5 der deutschen Metropolen, in denen das Verhältnis zwischen Gehalt und Lebenshaltungskosten am besten ist.

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„Das gesamte Ruhrgebiet gilt als starke Wirtschaftsregion, in der Big Player wie RWE, E.ON, Evonik oder Aldi angesiedelt sind und für ein relativ hohes Gehaltsniveau der Arbeitnehmer sorgen, mit denen die Lebenshaltungskosten gut bestritten werden können“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei Stepstone.

„München Flop“

Großer Gewinner unter allen deutschen Großstädten ist dabei Essen. Dort bleibt den Bürgern am Ende des Monats am meisten Geld übrig: rund 1.280 Euro, was etwa 41 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettogehalts entspricht. Und damit haben die Essener am Ende des Monats rund fünfmal mehr als ein Arbeitnehmer in München. Das liegt der Analyse zufolge vor allem an den verhältnismäßig günstigen Mieten in Essen. Aber auch für Verpflegung geben die Menschen durchschnittlich ein Viertel weniger aus als die Münchener.

Nach dem Abzug sämtlicher Lebenshaltungskosten vom Netto-Gehalt hatte ein Münchener Arbeitnehmer im Jahr 2020 durchschnittlich 2.970 Euro zur Verfügung. In Dortmund waren es rund 11.400 Euro und in Duisburg rund 13.400 Euro. In Essen blieben einem Arbeitnehmer durchschnittlich sogar knapp 15.400 Euro seines Netto-Jahresgehalts von etwa 37.000 Euro übrig. Damit lautet das Ergebnis der Analyse: „Essen Top – München Flop.“

Leben in Großstädten teuer

Neben München stehen auch in anderen deutschen Großstädten wie Berlin und Hamburg Gehalt und Lebenshaltungskosten in einem ungünstigen Verhältnis. In Berlin bleiben bei Arbeitnehmern im Schnitt monatlich nur 250 Euro übrig. Der Arbeitsmarktexperte Zimmermann hat dafür auch eine Erklärung: „Die Mietkosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Gehaltsentwicklung hat da nicht mitgehalten. Das macht sich jetzt bemerkbar in einer Stadt, in der mehr Agenturen und Start-ups als große Konzerne angesiedelt sind.“

In Hamburg schlagen sich neben einer hohen Miete auch hohe Ausgaben für Freizeitaktivitäten zu Buche. Denn diese liegen ein Viertel über dem deutschen Durchschnitt.

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In einer anderen deutschen Großstadt, nämlich in Frankfurt, verdienen Arbeitnehmer im Durchschnitt zwar mit einem Bruttojahresgehalt von fast 71.000 Euro am meisten, doch dafür sind auch hier die Lebenshaltungskosten hoch. Gerade die Mietkosten sind in der Finanzhochburg teuer. Zimmermann vermutet deshalb: „Die Bereitschaft, seinen Lebensmittelpunkt in ländliche Regionen zu verlagern, könnte langfristig zunehmen. Denn gerade ausgelöst durch die Corona-Krise bieten immer mehr Unternehmen die Möglichkeit an, zeitlich und örtlich flexibel zu arbeiten. Das könnte für viele Arbeitnehmer attraktiv sein, denn das gesparte Geld können sie dann in eine größere Wohnung oder Freizeitaktivitäten auf dem Land investieren.“

Deutschlandweiter Sieger nicht im Ruhrgebiet

Unter den deutschen Großstädten führt Essen das Ranking an. Doch der deutschlandweite Sieger der Analyse liegt nicht im Ruhrgebiet, sondern im niedersächsischen Holzminden. In der rund 71.000 Einwohner großen Stadt haben dort lebende Arbeitnehmer am Ende des Monats mit rund 1.470 Euro das meiste Geld übrig.

<<< Erst vor Kurzem ergab eine Studie, dass die unattraktivste Stadt Deutschlands im Ruhrpott liegt. Und es ist nicht Gelsenkirchen. Welche ist es? Mehr dazu liest du hier. >>> (nk)

 
 

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