Ruhrgebiet lädt zur zweiten „Wissensnacht“

Im Ruhrgebiet..  Glühbirnen haben ausgedient, abseits der bekannten Energiesparlampen haben eingelegte Gurken als Leuchtmittel Potenzial. Das präsentierte Wissenschaftsjournalist Sascha Ott, als er gestern im Essener Haus der Technik eine Gewürzgurke unter Strom setzte. Kleiner Haken: Eine zum Glühen gebrachte Gurke stinkt mächtig (bitte nicht nachmachen, liebe Kinder...)

Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren gibt es nun die zweite Auflage der „Wissensnacht Ruhr“. Am 30. September kommen kleine und große Schlauberger im Ruhrgebiet wieder spät ins Bett. Unter dem Motto „Entdeckertour“ sind zwischen 16 und 22 Uhr gut 300 Veranstaltungen gebündelt; Otts augenzwinkernde Präsentationen bildeten einen kleinen Vorgeschmack.

Freier Eintritt bis aufs Finale

Die Veranstaltungen verteilen sich auf 20 Standorte zwischen Duisburg und Dortmund. Das Spektrum ist breit gefächert: Am Dortmunder U etwa geht es um Robotik, am Blue Square in Bochum wird Ruhrdeutsch gelehrt und man kann ein Erdbeben „erzeugen“, die Uni-Klinik Essen lässt Besucher einen Adipositas-Anzug testen und stellt eine begehbare Prostata vor, im Wissenschaftpark Gelsenkirchen gibt es Wettrennen mit Brennstoffzellen-Autos... Anders als vor zwei Jahren ist für alle diese Veranstaltungen der Eintritt frei. Anders ist das beim neu ins Programm gehobenen Finale ab 22 Uhr in der Bochumer Christus-Kirche: Da laden die „Physikanten“ und die britischen „Science made Simple“ zu einer Wissenshow. Karten kosten 10 Euro pro Person (ermäßigt sechs).

8000 Besucher kamen zur ersten Wissensnacht vor zwei Jahren. Dieses Mal dürfen es gerne 10 000 plus X werden. „Wir wollen die große, junge Wissensmetropole Ruhr etwas anders präsentieren“, sagt Karola Geiß-Netthöfel vom Regionalverband Ruhr. Dort laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Die Hochschule Rhein-Waal ist mit ihrem Standort Kamp-Lintfort dieses Mal nicht dabei. Möglicherweise seien – angesichts der Lage am Rand der Region – die Besucherzahlen dort 2014 nicht zufriedenstellend gewesen, hieß es. Man hofft auf eine Rückkehr in 2018. Erstmals dabei ist der neu eröffnete Campus der Hochschule Ruhr-West in Mülheim.

 
 

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