Ruhrgebiet: In diesen Städten wird dein Haus bald deutlich weniger wert sein

Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Ruhrgebiet sind moderat. (Symbolbild)
Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Ruhrgebiet sind moderat. (Symbolbild)
Foto: imago images / Hans Blossey

Ganze 7508,93 (!) Euro zahlst du für einen Quadratmeter Eigentumswohnung in München – Tendenz steigend.

Im Ruhrgebiet sieht das ganze deutlich entspannter aus. In Essen zum Beispiel zahlst du derzeit etwa 1700 Euro pro Quadratmeter. Und das Verrückte ist: Im Gegensatz zu allen anderen Großstädten in Deutschland wird Wohneigentum im Ruhrgebiet laut der Postbank bald sogar weniger wert sein.

Ruhrgebiet: Steigende Quadratmeterpreise für Wohneigentum – aber nicht mehr lange

Vorerst steigen die Preise in den Großstädten zwar weiter in die Höhe. In diesen Städten im Revier stieg der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen zuletzt am deutlichsten an:

  • Essen: 7,3 Prozent
  • Duisburg: 8,8 Prozent
  • Dortmund: 9,7 Prozent

Den geringsten Preisanstieg im Ruhrgebiet gab's übrigens in Herne: Mit einer Steigerung um 0,50 Prozent zwischen 2017 und 2018 liegt der Quadratmeterpreis nun bei durchschnittlich rund 1.204 Euro.

Wohneigentum soll an Wert verlieren

Aktuelle Prognosen gehen laut der Postbank allerdings davon aus, dass es bald ein Ende hat mit den steigenden Preisen in Essen und den angrenzenden Landkreisen und Städten.

Immobilien könnten danach durch den demografischen und ökonomischen Wandel in Essen bis zum Jahr 2030 sogar an Wert verlieren – jährlich bis zu 0,85 Prozent.

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Damit kapseln sich die Ruhrgebietsstädte von den anderen deutschen Metropolen – also München, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf – ab, denn bei denen sollen die Preise laut Prognose weiter steigen.

Die Preise für Wohneigentum im Ruhrgebiet seien wie überall anders auch abhängig vom Objekt, der Lage oder dem Stadtteil. Experten erwarten, dass Städte und Gemeinden mit guter Verkehrsanbindung an die Ruhrmetropole bei Käufern immer beliebter werden.

Die Folge: Steigende Quadratmeterpreise. Dagegen sollen Häuser oder Wohnungen, die nur schlecht angebunden sind, deutlich an Wert verlieren.

Verschiedene Kriterien bestimmen Wert einer Immobilie

Viele junge Menschen ziehen nach Berlin, Hamburg oder München, und das wird sich laut dem Postbank Wohnatlas positiv auf die Erwerbstätigkeit und die ökonomische Leistungsfähigkeit auswirken. Damit einher geht die Steigerung der Immobilienpreise: in den kommenden elf Jahren sollen die in München nochmal um 1,81 Prozent nach oben klettern. (vh)

 
 

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