Ruhrgebiet: Corona-Lockerung für Muslime am Zuckerfest? HIER können sie darauf hoffen

Ruhrgebiet: Gibt es Corona-Lockerungen zum Zuckerfest? (Symbolbild)
Ruhrgebiet: Gibt es Corona-Lockerungen zum Zuckerfest? (Symbolbild)
Foto: picture alliance / ANP / ROBINUTRECHT

Wird es Corona-Lockerungen am Zuckerfest im Ruhrgebiet geben? Tausende Muslime im ganzen Ruhrgebiet begehen aktuell den Fastenmonat Ramadan. Die Tradition endet normalerweise mit einem großen gemeinsamen Fastenbrechen – während Corona sind solche Familientreffen aber aktuell schwer bis undenkbar.

Am 12. Mai steht dann der zweithöchste islamische Feiertag an: das Zuckerfest. Spätestens dann wünschen sich die Muslime im Ruhrgebiet, ihre Familienmitglieder zu sehen. Noch ist das nicht möglich – doch zumindest in Essen steht nach DER WESTEN-Informationen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in den Stadtgremien immerhin zur Diskussion.

Wie denken aber andere Städte im Ruhrgebiet darüber – soll es eine Corona-Lockerung am Zuckerfest geben?

Ruhrgebiet: Corona-Lockerung am Zuckerfest? HIER können Muslime darauf hoffen

DER WESTEN hat bei den Städten nachgefragt – tatsächlich können sich Moslems in einer weiteren Stadt neben Essen Hoffnung machen, dass die Kontaktbeschränkung am Zuckerfest gelockert werden könnte!

Aus Oberhausen heißt es nämlich, dass das Feiern am Zuckerfest vom Inzidenzwert abhänge. Stand 4. Mai liegt er bei 137, Tendenz sinkend. Ein Stadtsprecher sagt zu DER WESTEN: „Wie das Zuckerfest gefeiert werden kann, hängt in erster Linie von der 7-Tage-Inzidenz und den damit verbundenen Beschränkungen ab. Wir können jetzt noch keine seriösen Prognosen abgeben, wie sich die Zahlen bis Mitte Mai entwickeln.“ Im Klartext: Hoffen ist erlaubt!

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Das ist der Ramadan:

  • der Ramadan ist Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders
  • nach islamischer Auffassung wurde im Ramadan der Koran herabgesandt
  • das Fest des Fastenbrechens folgt im Anschluss an den Fastenmonat (Zuckerfest)
  • es ist nach dem Opferfest der zweithöchste islamische Feiertag

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Ruhrgebiet: Bochum und Dortmund schließen Zuckerfest-Ausnahme noch aus

Anders sieht es dagegen in Bochum (mehr als 30.000 Muslime) aus. Dort werde es laut einer Stadtsprecherin KEINE Zuckerfest-Lockerung geben. Die Stadtsprecherin auf DER WESTEN-Anfrage: „Wir halten uns grundsätzlich an die Vorgaben der Coronaschutzverordnung und diese sieht Stand jetzt weiterhin Kontaktbeschränkungen vor.“

Auch die Stadt Dortmund plant keine Lockerung. Ein Sprecher: „Derzeit sieht die Coronaschutzverordnung keine Ausnahmesituation analog des christlichen Weihnachten oder Osterfestes für das Zuckerfest vor. Also bleibt es bei dem Grundtenor: Ein Haushalt kann eine weitere Person treffen.“

Ruhrgebiet: Duisburg sieht Lockerungen „eher zurückhaltend“

Duisburg (über 71.000 Muslime) lässt noch offen, ob es eine Lockerung am Zuckerfest gibt. Allerdings sei die Tendenz gegenüber Lockerungen im Allgemeinen „eher zurückhaltend“.

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Ein Sprecher zu DER WESTEN versichert: „Wir stehen während der Corona-Pandemie mit unserem Runden Tisch der Religionen in einem sehr engen, regelmäßigen und konstruktiven Austausch mit den Vertretern aller Religionsformen in Duisburg. Die aktuell geltenden Regelungen sind jedoch Landesregelungen, die an die Entwicklung des Infektionsgeschehens gekoppelt sind und von der Stadt Duisburg als nachgeordnete Behörde umzusetzen sind.“

Unabhängig davon stellt der Duisburger Stadtsprecher klar: „Zudem sehen wir gerade bei Zusammentreffen im Freundes- und Familienkreis nach wie vor eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Da wir es in Duisburg immer noch mit einem sehr aktiven Infektionsgeschehen und einer überdurchschnittlichen Inzidenz zu tun haben, stehen wir Lockerungen im Allgemeinen derzeit eher zurückhaltend gegenüber.“

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Bleibt zu hoffen, dass im ganzen Ruhrgebiet die Inzidenz weiter sinkt und so vielleicht ein Umdenken stattfindet...