Rosenmontag in Köln: Linke Aktivisten planen Sabotage des Umzugs

Stören den diesjährigen Karnevalsumzug am Rosenmontag in Köln linke Aktivisten?
Stören den diesjährigen Karnevalsumzug am Rosenmontag in Köln linke Aktivisten?
Foto: imago/Future Image

Köln. Es ist den Kölner ihr höchstens Fest: Karneval. Der närrische Hochpunkt wird am Rosenmontag erreicht. Hunderttausende Karnevalisten begleiten den Zug durch die Kölner Innenstadt. Ein prominenter Gast diese Jahr am 4. März: Innenminister Herbert Reul.

Der CDU-Politiker fährt auf dem Wagen der Roten Funken mit. Für einige Aktivisten scheint dies Anlass genug zu sein, den Rosenmontagsumzug zu sabottieren.

Via Twitter rufen sie zu seiner Sitzblockade auf, um ein weiterkommen des Wagens, auf dem sich Reul befindet, zu unterbinden.

Der augenscheinliche Anlass? Den Protest aus dem Hambacher Forst in den Kölner Karneval tragen.

Rosenmontag in Köln: „Hambi“-Aktivisten rufen zu Sabotage auf

So schreibt der User Niederrheiner: „Liebe Freunde des Hambacher Forst, wäre das nicht ein Grund am 4.3.2019 den Karnevalszug in Köln zu besuchen? Vermummung ist ja am Rosenmontag ausdrücklich erwünscht.“

Neben der Vermummung fordern weitere Twitter-Nutzer dazu auf, Karamelle auf den CDU-Politiker zu werfen. Die vermeintlichen Aktivisten rufen in den Kommentaren dazu auf, sich an Karneval zu sammeln und gemeinsam loszuziehen.

Einen Schritt weiter geht der User „piratentroll“: „Wir machen mit Herry den Larry... Wenn alle Mitmachen wird dies der 1. Rosenmontagszug in Köln der sein Ziel wegen der lägsten Sitzblokade ever nicht sein Ziel erreicht....“ Mit Herry ist offensichtlich Herbert Reul gemeint.

Sind die Kommentare im Netz nur dummes Geschwätz oder ein tatsächlicher Aufruf zur Gewalt?

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Kölner Polizei nimmt die Drohungen ernst

Die Drohungen nimmt die Kölner Polizei durchaus ernst. „Wir haben Erkenntnisse über die Vorgänge“, erklärt ein Sprecher auf Nachfrage von DER WESTEN. Die Beamten hätten durchaus Kanäle über die sie ähnliche Hinweise erhalten hätten.

Erhärtet sich der Verdacht, dass Aktivisten den Umzug massiv stören wollen, kann das Einsatzkonzept umgestellt werden. Dies sei sowieso recht flexibel, da die Polizei ständig Informationen über mögliche Gefährdungen erhalte. Ob der Wagen des Innenministers nun besonders geschützt werden muss „können wir jetzt noch nicht absehen“, so der Polizeisprecher.

Karnevalisten vertrauen Sicherheitskonzept

Ob und wie konkret die Drohungen der „Hambi“-Aktivsten nun ernst gemeint sind, wird sich zeigen. Das Festkomitee verriet gegenüber dem „Express“: „Es ist schade, dass der Zoch von Gruppen instrumentalisiert werden soll.“

Dennoch vertrauen die Karnevalisten voll auf die Polizei.

 
 

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