Düsseldorf

Rheinbad in Düsseldorf: Neuer Bericht bringt schockierende Details zu Ausschreitungen ans Tageslicht

Innerhalb von einem Monate rückte die Polizei gleich dreimal zum Rheinbad in Düsseldorf aus.
Innerhalb von einem Monate rückte die Polizei gleich dreimal zum Rheinbad in Düsseldorf aus.
Foto: dpa

Düsseldorf. Dreimal musste das Rheinbad in Düsseldorf in diesem Sommer geräumt werden. Dreimal kam es dort Ausschreitungen. Knapp drei Monate nach dem ersten Vorfall hat die Stadt nun schockierende Details über die Vorfälle bekannt gegeben.

Am 29. Juni haben Menschen aus einer Gruppe von 300 bis 400 Leuten das Aufsichtspersonal vom Rheinbad in Düsseldorf angegriffen. Die Mitarbeiter flüchteten und brachten sich im Bademeisteraum in Sicherheit.

Zuvor war ein Streit zwischen einer Familie und mehreren Jugendlichen eskaliert. Eine Streife aus zwei Beamten sei „sofort von den Jugendlichen umringt und auch attackiert“ worden, so der Bericht der Stadt.

Rheinbad in Düsseldorf: Stammgast warnte Badpersonal

Die Polizei sei mit einer Verstärkung von 40 bis 50 Beamten angerückt und habe die Situation aufgelöst. „Die umringte Familie wurde durch Polizeikräfte aus dem Freibad geleitet“, hieß es im damaligen Polizeibericht.

Der Bericht der Verwaltung schildert dramatische Szenen: „Die anwachsende Gruppe (ca. 300 - 400 Personen) fing an, die Mitarbeiter zu attackieren. Ein Stammgast warnte die Mitarbeiter, dass eine Attacke auf die Kollegen geplant sei. Die Aufsichtskräfte konnten sich rechtzeitig in den Schwimmmeisterraum zurückziehen.“
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In der Folge seien unter anderem Stühle ins Wasser geworfen und der Sprungturm gestürmt worden. Daraufhin habe man das Bad in Absprache und mit Hilfe der Polizei geräumt: „Schäden oder Verletzte gab es nicht.“

Am nachfolgenden Tag, dem 30. Juni, sei bereits am frühen Morgen eine Streife zur Kontrolle vorbeigekommen. Die Schwimmbad-Leitung habe dann vereinbart, stündlich mit der Polizei zu telefonieren - „um das Aggressionspotenzial der anwesenden Jugendlichen zu schildern“.

Um 17 Uhr habe das Personal die Polizei schließlich zu Hilfe gerufen, um fünf jugendliche Störer rauszuwerfen. „Dabei hat sich eine Traube von ca. 100 Jugendlichen gebildet, die der Polizei folgten und diese beschimpften“, heißt es in dem Bericht.

Stadt führt Videoaufnahmen ein – und löscht die Bilder

Als drei Angestellte um 17.30 Uhr eine Rangelei an anderer Stelle schlichten wollten, seien sie ebenfalls von 150 Personen umringt worden. „Das Aggressionspotenzial stieg merklich an.“ Als es um 19.10 Uhr eine weitere Rangelei gab, wurde das Bad ab 19.15 Uhr geräumt.

Am 26. Juli kam es im Rheinbad zur dritten Räumung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen einen 16-Jährigen, der am besagten Tag eine Schwimmmeisterin beleidigt und bedroht haben soll. Zudem wurde ein 27-Jähriger angezeigt, weil er bei der Räumung eine Polizistin beleidigt habe.

Obwohl es an diesem Tag Videoüberwachung gab - eingeführt nach den ersten beiden Tumulten - existieren laut Stadt keine Aufnahmen mehr. Die Bädergesellschaft habe sie aus Datenschutzgründen gelöscht. (dpa/jg)

 
 

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