WAZ pflanzt Bäume - Wie das Revier nach "Ela" zusammen stand

Da Revier steht zusammen. Nach dem Pfingstunwetter wachsen dank der Aktion "WAZ pflanzt Bäume" viele neue Bäume im gesamten Revier.
Da Revier steht zusammen. Nach dem Pfingstunwetter wachsen dank der Aktion "WAZ pflanzt Bäume" viele neue Bäume im gesamten Revier.
Foto: Alexandra Roth/Funke Foto Services
Nach dem vernichtenden Sturm Ela haben viele Menschen für unsere Aktion „WAZ pflanzt Bäume“ gespendet. Nun wachsen die Bäume der Leser an allen Orten.

Essen.. Das Pfingstwochenende vor einem knappen Jahr brachte mit Sturm Ela große Zerstörung über das Ruhrgebiet. An Pfingsten 2015 wachsen an vielen Orten im Ruhrgebiet bereits neue, junge Bäume als Symbole und Zeichen der Nachhaltigkeit in die Lüfte. Sie wurden aus Spenden der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“ finanziert.

Zwei Tage nach dem verheerenden Sturm am Pfingstmontag 2014 hatte die WAZ mit dem Naturschutzbund (Nabu) als Partner die Aktion initiiert und Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Spenden gebeten. Der Erfolg war überwältigend: Es kamen 1700 Spenden und 200 .000 Euro zusammen.

Ein positives Signal: Das Ruhrgebiet steht zusammen

Vor Weihnachten tagte eine Experten-Jury. Seitdem fließt das Geld zurück in die nachwachsenden Projekte der Städte. „Die Spendenaktion hat segensreich gewirkt. Nicht allein die Geldsumme hat sehr geholfen. Sondern auch das positive Signal „Zusammenzustehen“ wird weit in die Zukunft bei den Menschen Wirkungen entfalten“, ist der Nabu-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck sicher.

Eine Auswahl der 35 Projekte aus der Region:

In Bottrop wurden Schneisen im Stadtgarten, der guten Stube der Stadt, aufgeforstet. In der Gartenstadt Welheim werden 40 Bäume neu gepflanzt. Im Büchereipark gegenüber dem Rathaus Wanne in Herne hat Ela fast alle Bäume geknickt, eine kleine Allee war vernichtet. Dank „WAZ pflanzt Bäume“ konnte kräftig aufgeforstet werden: 33 Vogelkirschen, drei japanische Zierkirschen und drei Blauglockenbäume wurden gepflanzt. „In Zeiten knapper Kassen eine tolle Hilfe“, dankte Thilo Sengupta von Stadtgrün Herne.

In Essen finanzieren die Spenden der Leser zum Teil die Wiederherstellung der drei von Ela besonders geschädigten Grünanlagen Kaiser-Wilhelm-Park, Segerothpark und Gervinuspark. Landschaftsarchitekturbüros haben Konzepte entwickelt, im Herbst werden die Bäume neu gepflanzt. Schon jetzt sind Ela-Spenden im Stadtbild unübersehbar: Die neu gesetzten Bäume werden mit Stangen gelb markiert.

Aufforstung in Gladbeck

Duisburg schafft mit den Spenden Setzlinge an, die die großen Ela-Lücken im Stadtwald füllen sollen. Die Arbeiten werden über ein Jobcenter-Projekt und Ein-Euro-Jobs von 20 jungen Menschen unterstützt, die zuvor arbeitslos waren.

In Gladbeck stehen nun sieben Meter hohe Hainbuchen an der verwüsteten Postallee. Außerdem wird die Aufforstung im von den Bürgern rege genutzten Naherholungsgebiet Schlosspark Wittringen unterstützt.

Zwanzig neue Großbäume werden in Bochum aus Mitteln der Aktion finanziert. Und Mülheim hat bislang 120 neue Bäume an Straßen, Spielplätzen und in Parks erhalten. Die Bäume in den Grünanlagen am Ratstubenweg und an der Kluse wurden mit WAZ-Spenden finanziert.

50 neue Bäume für Gelsenkirchen

In Oberhausen sind mit dem Geld aus der Aktion 20 Jungbäume gepflanzt worden – dazu der erste Bürgerbaum der Stadt, ein Spitzahorn, an der Wörthstraße: „In 30 Jahren wird der eine Höhe von über 20 Metern haben“, freut sich Oberbürgermeister Klaus Wehling.

Hattingen setzt neue Bäume rund um den Parkplatz im Herzen der Stadt. Im Schatten der großen Platanen, die von Ela zerstört wurden, fanden Konzerte statt. In Gelsenkirchen wurden mit Spenden aus der WAZ-Aktion 50 Bäume an Straßen und Kitas neu gepflanzt.

Ela-Gedenkpfad in Recklinghausen

„Das Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken sowie zu informieren“, gehört zu den Aufgaben der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (Nua) in Recklinghausen. Sie will dauerhaft an Sturm Ela erinnern: In einem Wäldchen in Nachbarschaft der Akademie soll ein Ela-Gedenkpfad entstehen.

Der ist an den Kyrill-Pfad im Sauerland angelehnt. Dort können Besucher eine nicht geräumte Sturmholzfläche besuchen. „Das planen wir auf 4,5 Hektar auch bei uns“, sagte Nua-Leiter Adalbert Niemeyer-Lüllwitz der WAZ. Die politischen Gremien wollen im Sommer den Beschluss dazu verabschieden. Das Projekt soll mit dem Sonderpreis der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“ finanziell unterstützt werden.

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