Vom Bauteil zum Atom

Ruhrgebiet.  Die Entwicklung des schnellsten Lasers der Welt ist nur ein Beispiel für die Arbeit der rund 200 Forschungsgruppen im Profilschwerpunkt „Materials Chain“. Damit haben die drei Revierunis im Juli ein Dach geschaffen, um Forschung und Lehre in Materialwissenschaften zu bündeln – vom Bauteil zum Atom.

Während die Uni Duisburg-Essen stark ist im Design neuer Werkstoffe, hat die Ruhr-Uni Bochum mit ihrem Interdisziplinären Zentrum zur Simulation zukunftsweisender Materialien (ICAMS) einen Schwerpunkt, der sich gut ergänzt. An der Technischen Uni Dortmund geht es um die produktionstechnische Umsetzung. Mit den Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten wird besprochen, ob sie sich beteiligen wollen. Zum Beispiel sollen in einem Projekt Bauteile mit Verschleißschutz entstehen: In jedem Motor gibt es Abrieb, Metallpartikel setzen sich wie Sand ins Getriebe. Die Forscher aber wollen eben den Sand nutzbar machen als Schmierfilm – und Reparaturpaste.

Auch Studenten sollen profitieren, erklärt Dr. Marion Franke, Koordinatorin der Uni Duisburg-Essen: „Mit mehr Auswahl in der Lehre und über neue interdisziplinäre Studiengänge, die hier entstehen können. Für Wissenschaftler bietet Materials Chain Schnittstellen für den Austausch, aber auch die Basis für große Projektanträge“ – und wer weiß, warum nicht für einen künftigen Exzellenzcluster?

 
 

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