Vitali Klitschko - „Ich fühl’ mich wie Brad Pitt“

Vitali Klitschko zu Gast in der Redaktion. Foto: Felix Heyder
Vitali Klitschko zu Gast in der Redaktion. Foto: Felix Heyder

Essen.. Sein Talent als Boxer ist unumstritten. Jetzt beweist sich Vitali Klitschko als Schauspieler in der Verfilmung seiner Lebensgeschichte. Anlässlich des Kinostarts von „Klitschko“ besuchte „Dr. Eisenfaust“ jetzt die WAZ-Redaktion, sprach über Atomkraft, seine Heimat und Brad Pitt.

Vitali Klitschko als Philosoph

Warum seiner Meinung nach das Boxen mit dem Leben vergleichbar ist.
Vitali Klitschko als Philosoph
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Besuch von Vitali Klitschko: “Dr. Eisenfaust“, der am Abend zuvor die Premiere seines Films „Klitschko“ in der Essener Lichtburg gefeiert hatte, ist zu Gast in der WAZ-Redaktion. Sein guter Ruf ist ihm längst voraus geeilt, und er enttäuscht ihn nicht. Charmant ist der 39-Jährige, eloquent und mit klaren politischen Ansichten.

„Ich hab mich gefühlt wie Brad Pitt“, bricht der Boxer das Eis, als er in der Redaktionskonferenz gut gelaunt über seinen begeisterten Empfang bei der Filmpremiere in Essen spricht. Seine Frau habe folgerichtig festgestellt: „Dann bin ich ja Angelina Jolie.“

Vitali Klitschko als Politiker

Wie Vitali Klitschko Handgreiflichkeiten im ukrainischen Parlament stoppte.
Vitali Klitschko als Politiker

Aber Klitschko scheut auch ernste Themen nicht: Erinnerungen an die Katastrophe von Tschernobyl, die er als 14-Jähriger hautnah miterlebte und doch nicht begreifen konnte. Und die wohl nicht zuletzt daraus resultierende Ablehnung von Atomkraft: „Wir müssen alternative Quellen für Energie finden.“ Dennoch ist er skeptisch, ob Deutschland mit der schnellen Abschaltung aller Atommeiler richtig liegt - wenn die meisten übrigen Nachbarländer weiterhin auf Kernenergie setzen: "Eine gesamteuropäischer Lösung wäre besser."

Besonders am Herzen liegt ihm seine Heimat Ukraine: „Ein so schönes Land, aber weit entfernt von modernen europäischen Standards.“ Das ist auch der Grund, weswegen er seine Zukunft in der Politik sieht und zum Einstieg Bürgermeister von Kiew werden will.

Vitali Klitschko als Zeitzeuge

Wie Vitali Klitschko die Atomkatastrophe in Tschernobyl erlebte
Vitali Klitschko als Zeitzeuge
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Er selbst sieht sich als Brücke zur westlichen Welt. Als Ausländer bekomme er in Deutschland sehr viel Unterstützung und fühle sich immer wohl hier, „aber man darf seine Wurzeln nicht vergessen“, betont Klitschko. „Ich liebe meine Heimat, und ich habe genug Energie und Kraft, um für Veränderungen dort einzutreten“, stellt er mit Hinblick auf sein Engagement fest.

Aber der Boxer kann auch lustig: „Ich trainiere jeden Tag, weil ich immer davon geträumt habe, eine Frau zu beschützen.“ Und? „Es hat noch nie jemand angegriffen. Wahrscheinlich war ich immer am falschen Ort.“

Ein ausführliches Interview mit dem Box-Weltmeister folgt.

 
 

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