Verdi legt die Städte lahm

Ruhrgebiet.  Mit ihren Warnstreiks wird die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch und Donnerstag Millionen von Pendlern in NRW treffen: An beiden Tagen werden nach Gewerkschaftsangaben so gut wie keine Busse und Straßenbahnen kommunaler Unternehmen fahren. Am Donnerstag sollen sich dann auch die Beschäftigten von Kitas, Müllabfuhr, Stadtverwaltungen oder Sparkassen anschließen.

Die Gewerkschaft rechnet mit über 70 000 Teilnehmern.

Auch die Boden-und Gepäckabfertigung des Düsseldorfer Flughafens wurde entgegen erster Ankündigungen zum Warnstreik aufgerufen. „Es wird wahrscheinlich aber zu keinen größeren Auswirkungen kommen“, so Verdi-NRW-Sprecher Günter Isemeyer. Der Grund: 85 Prozent der Abfertigung ist in privater Hand.

Im Tarifstreit geht es um die 2,1 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Die Gewerkschaften fordern, die Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent zu erhöhen. Zur dritten Verhandlungsrunde am 31. März haben die Arbeitgeber bisher noch kein Angebot gemacht, heißt es.
Was fährt noch?
Die Deutsche Bahn ist nicht vom Streik betroffen. Regionalzüge und S-Bahnen verkehren planmäßig.
Sind genug Taxis da?

Die Taxiunternehmer wollen alle verfügbaren Fahrzeuge auf die Straße bringen.
Was ist mit den Kitas?

Kommunale Kitas werden am Donnerstag fast alle bestreikt. In vielen Kitas gibt es Notgruppen.