Säugling totgeschüttelt? Vater bestreitet jede Schuld im Gericht

Kleve..  Vier kleinen Kindern wurde Gewalt angetan: Zwei Zwillingsbrüder soll der 30-jährige Vater aus Kleve so stark geschüttelt haben, dass einer starb und der andere eine lebensgefährliche Gehirnverletzung davontrug. Seiner nur Monate alten Tochter soll er den Oberschenkel gebrochen und dem Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Vor dem Landgericht Kleve wies der Vater am Mittwoch allerdings alle Schuld von sich.

Den Oberschenkel seiner Tochter habe er versehentlich beim Wickeln gebrochen. Es habe zwar geknackt, er habe sich aber nichts dabei gedacht. Seinen kleinen Sohn, einen zweieinhalb Monate alten Säugling, habe er retten wollen, nachdem er nicht mehr atmete. Er habe ihn geschüttelt, unter Wasser gehalten, noch mal geschüttelt. Den Zwillingsbruder habe er vielleicht zu heftig aus dem Bettchen genommen, als der sich verschluckt habe. Der Junge überlebte nach langer Behandlung.

Mediziner fand Blutergüsse

Ein Rechtsmediziner fand allerdings Blutergüsse, die darauf hindeuten, dass der Sohn brutal geschüttelt wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vor. Das Urteil ist für den 29. Januar angesetzt.

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