Razzia im Duisburger Hooligan-Milieu

Duisburg..  Razzia im Duisburger Hooligan-Milieu: Polizei und Staatsanwaltschaft haben in den frühen Morgenstunden am Donnerstag 22 Wohnungen von Mitgliedern der Duisburger Ultra-Gruppe „PGDU“ (Proud Generation Duisburg) und deren Treffpunkt in der Innenstadt durchsucht. Hintergrund ist das Abbrennen von Pyrotechnik beim Auswärtsspiel des MSV Duisburg bei Preußen Münster am 2. November 2014. Mit den Leuchtkörpern zerstörten die Fans unter anderem ein Kabel der Hintertorkamera der ARD-Sportschau. Mehrere Ordner erlitten durch Rauchgasentwicklungen Atembeschwerden.

Die Fahnder fanden denn auch tatsächlich illegale Pyrotechnik. Außerdem sollen Handys und Speicherkarten beschlagnahmt worden sein, auf denen die Polizei Bilder und Videos der Beschuldigten vermutet, die sie beim Abbrennen von Bengalos zeigen.

Die Polizei hat Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Auch sollen Stadionverbote gegen zehn PGDU-Mitglieder ausgesprochen worden sein. Dem MSV wurde seinerzeit durch den DFB eine Geldstrafe von rund 4000 Euro wegen der Bengalos auferlegt. Der Verein will nun versuchen, diese Summe von den Beschuldigten einzufordern.

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