NRW fordert Konsequenzen nach Nothalt von überfülltem Intercity

Der Zug auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Westerland auf Sylt war am Freitag in Münster wegen Sicherheitsbedenken nicht weitergefahren.
Der Zug auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Westerland auf Sylt war am Freitag in Münster wegen Sicherheitsbedenken nicht weitergefahren.
Foto: dapd

Münster/Düsseldorf.. Der Nothalt eines völlig überfüllten Intercity-Zuges am Karfreitag in Münster soll Konsequenzen haben. Die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert Bahnchef Rüdiger Grube auf, jetzt zu handeln und in die Infrastruktur zu investieren. Das sagte Horst Becker, parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, der Nachrichtenagentur dapd auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“. Die Zeitung zitierte Becker mit den Worten: „Es ist unzumutbar, wenn die Bahn eigene Mängel auf dem Rücken der Kunden ausbadet“.

Der IC sei „hoffnungslos überfüllt“ gewesen

Der Zug auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Westerland auf Sylt war am Freitag in Münster wegen Sicherheitsbedenken nicht weitergefahren. Der IC sei „hoffnungslos überfüllt“ gewesen, hatte ein Bahnsprecher erklärt. Fahrgäste ohne Sitzplatzreservierung seien aufgerufen worden, den Zug zu verlassen und den nächsten zu nehmen.

Die Bahn müsse jetzt reagieren, sagt Becker der Nachrichtenagentur dapd, „und wieder den Fahrgast in den Mittelpunkt stellen“. Es dürfe nicht auf den neuen ICX gewartet, sondern es müsse jetzt in die Infrastruktur investiert werden, sagte der Grünen-Politiker. Deshalb forderte er Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf, auch in den nächsten Jahren auf die jährliche Dividende in Höhe von 500 Millionen Euro zu verzichten und „diese im Unternehmen zu lassen“. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, „dass die Bahn sich nicht in teuren Unternehmenskäufen im Ausland verzettelt“, sondern sich wieder an Bedürfnissen der Kunden orientiere. (dapd)

 
 

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