Naturkatastrophen: Auf den Philippinen sind sie nicht selten

Essen.  Wirbelstürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben – die Menschen auf den Philippinen haben auch vor „Haiyan“ schon viele Naturkatastrophen erlebt.

Stürme: Der pazifische Inselstaat wird pro Jahr von durchschnittlich 20 Taifunen heimgesucht. Erst im September dieses Jahres traf der Taifun „Usagi“ auf die Philippinen. Wegen heftigen Regens und Überschwemmungen kamen dabei mehr als 70 Menschen ums Leben. 2012 zog „Bopha“ über die Philippinen, mehr als 1000 Menschen starben. Der Taifun verwüstete die Küste von Mindanao. 2011 löste der Tropensturm „Washi“ über Mindanao verheerende Sturzfluten aus, fast 1450 Menschen kamen ums Leben. 2006 und 2008 wüteten die Stürme „Durian“ und „Fengshen“.

Vulkanausbrüche: Der Vulkan Mayon auf der dicht besiedelten Hauptinsel Luzon liegt in einer tektonisch sehr aktiven Zone und brach in den vergangenen 400 Jahren mehr als 50-mal aus. Im Jahr 1814 starben bei einem Ausbruch mehr als 1200 Menschen. Bei mehreren Ausbrüchen von 2000 bis zuletzt 2009 flohen jeweils Zehntausende aus der Gefahrenzone. Ein anderer Vulkan, der Pinatubo, brach 1991 nach 600-jähriger Ruhe aus, Hunderte Menschen kamen ums Leben.

Erdbeben: Die Philippinen liegen am „Ring aus Feuer“. Das Gebiet entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans wird häufig auch von Erdbeben heimgesucht. Im Erdinnern schieben sich mehrere Erdplatten untereinander. Im Oktober 2013 kamen bei einem Beben der Stärke 7,2 auf der Inselgruppe der Visayas über 220 Menschen ums Leben. 1990 starben rund 1600 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 8,4.