Mitarbeiter eines Hospitals schlagen Alarm

Herne..  Die Mitarbeitervertretung des Evangelischen Krankenhauses in Herne schlägt Alarm: Im April sei den Mitarbeitern der Intensivstation in 146 Fällen keine gesetzlich vorgeschriebene Pause gewährt worden. Das sei nicht nur ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz, sondern gefährde auch die Patientensicherheit und Hygienestandards.

„Wir haben in der Krankenhausgemeinschaft einen neuen Negativrekord zu verzeichnen.“ So beginnt der Bericht in der Mai-Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift „Durchblick“. Bereits im März habe es 56 Fälle gegeben. Mittels Gefährdungsanzeigen hätten die Kolleginnen und Kollegen die Geschäftsführung darauf aufmerksam gemacht, dass diese ihrer Organisationspflicht nicht nachgekommen sei. Nach dem Protest habe die Geschäftsführung für neun Dienste Leiharbeiter eingesetzt und für eine Woche vier von zwölf Intensivbetten geschlossen.

Die Pflegedienstleiterin des Krankenhauses, Karin Kruse, erklärt, die Zahlen stimmten, im April habe es eine absolute Ausnahmesituation gegeben wegen einer Kündigung und einer Langzeiterkrankung. Mittlerweile habe sich die Lage aber entspannt. Für die Patienten habe keine Gefahr bestanden. Die Hygienestandards seien eingehalten worden, der Einsatz von hochprofessionellen Leiharbeitern sei in Ausnahmefällen nicht ungewöhnlich.

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