Mehr Körperverletzungen bei Karnevalisten

Weiberfastnacht ist vorbei und die Karnevalshochburgen ziehen Bilanz. Der Sonnenschein lockte ungewöhnlich viele Feiernde an. Obwohl Glasflaschen in den Innenstädten verboten waren, gab es mehr Zwischenfälle als im vergangenen Jahr.

Köln/Düsseldorf. Schönes Wetter mit viel Sonnenschein garantiert nicht, dass die feiernden Jecken friedlicher sind. Das musste die Polizei in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf feststellen. Am Altweiber-Donnerstag kam es in den Innenstädten zu einigen Zwischenfällen. Dennoch ziehen beide Städte eine positive Bilanz.

Eine Tote und mehrere Verletzte bei Verkehrsunfällen und eine Messerstecherei in der U-Bahn - das war die Weiberfastnacht-Bilanz der Kölner Polizei. Durch das sonnige Wetter tummelten sich deutlich mehr Narren in der Kölner Innenstadt, als im Jahr zuvor, wie ein Polizeisprecher erklärte. Mittags schon waren der Alte Markt und der Heumarkt, wo sich das meiste Karnevalsgeschehen abspielt, gut besucht.

Ringbereich komplett gesperrt

Komplett lahmgelegt wurde der Verkehr im Bereich Zülpicher Straße. Auch im Ringbereich zwischen Barbarossaplatz und Lindenstraße ging ab 19 Uhr nichts mehr. Aufgrund der Menschenmassen sperrte die Polizei den Bereich für vier Stunden.

Bei aggressiven Jecken fackelten die Beamten nicht lange und sprachen sehr schnell Platzverweise aus. Insgesamt gab es im Kölner Stadtgebiet 124 Festnahmen und 243 Platzverweise. Obwohl sich laut Polizeiangaben das durch die Stadt erlassene Glasverbot positiv bemerkbar machte, gab es deutlich mehr Körperverletzungen als im Jahr 2010.

Die Karnevalisten waren der Polizei aber nicht nur ein Dorn im Auge. Als Mittags ein 25-jähriger Mann versuchte, einen Kiosk in der Kölner Innenstadt zu überfallen, stellten sich einige mutige Jecken dem Räuber in den Weg. Sie hielten ihn so lange fest, bis die Polizei eintraf.

Kaum Schnittverletzungen in Düsseldorf

In Düsseldorf verlief die diesjährige Weiberfastnacht friedlicher als im Jahr zuvor. Zwar sei die Einsatzbelastung mit 705 Notrufen (im Vergleich: 2010 waren es nur 663) etwas höher gewesen, erklärt Polizeisprecher Jochen Schütt, dafür habe es sich aber um weniger dramatische Zwischenfälle gehandelt. „Es gab nur drei Verletzte mit Schnittwunden, und das außerhalb des Glasverbotsbereich“, sagt Schütt. Insgesamt sei das Glasverbot von den Narren gut angenommen worden.

Auch am Rosenmontag wird die Düsseldorfer Polizei wieder mit 900 Beamten dafür sorgen, dass die Jecken einen schönen Tag haben.

 
 

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