Kampf um Geldgeber für das Ruhrgebiet

Frank Preuß

Essen.  Das Ruhrgebiet spielt bei internationalen Geldanlegern immer noch nicht in der ersten Liga. Dabei seien die Renditen besser als im deutschen Durchschnitt, wie eine aktuelle Studie zeigt, die Karl-Werner Schulte, Professor für Immobilienwirtschaft, am Donnerstag in Essen vorstellte. Das Problem, so Schulte: „Die Anleger entscheiden sich eher für Städte als für Regionen.“ Im Ringen um Investoren präsentiert sich das Ruhrgebiet mit 75 Partnern ab Montag zum 13. Mal auf 500 Quadratmetern bei der Immobilienmesse Expo Real in München.

„Im Marketing geht es nicht um Wahrheit, sondern um Wahrnehmung“, sagte Rasmus Beck, Chef der Wirtschaftsförderung metropoleruhr, der wie seine Vorgänger darauf pocht, dass man die Qualitäten des „Standorts der kurzen Wege“ besser verkaufen müsse. Es sei so viel Geld wie nie auf dem Markt, erinnerte Franz-Josef Peveling, Chef der Dortmunder Harpen-Gruppe, „wir müssen es zu uns lenken.“ Als Einheit sei die Region unschlagbar. „Dafür fehlt aber das Sprachrohr nach außen“, erinnerte Essens oberster Stadtplaner Hans-Jürgen Best. Es klang nach leidvoller Erfahrung. Denn dass die Städte, die viel von Einheit sprechen, der Wirtschaftsförderung metropoleruhr das Mandat dafür erteilen, glauben Beobachter nicht.