Jüdische Gemeinde zeichnet Angela Merkel aus

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Düsseldorf. Mit stehenden Ovationen ist Angela Merkel am Abend im Düsseldorfer Schauspielhaus gefeiert worden. Die Jüdische Gemeinde überreichte der Kanzlerin die Josef-Neuberger-Medaille.

„Sie hat nie eine Gelegenheit versäumt, sich gegen Fremdenfeindlichkeit zu engagieren und dafür, dass sich Minderheiten in diesem Land wohlfühlen können”, lobte der Vorstandsvorsitzende Juan Miguel Strauss. Wichtig sei ihre Haltung in der Iran-Kontroverse.

Zeit-Herausgeber Josef Joffe würdigte in seiner Laudatio Merkels Engagement in der Israel-Politik. Damit stehe sie in der Tradition ihrer acht Vorgänger seit Kriegsende. Aber sie habe der Beziehung eine neue Qualität verliehen. Er erinnerte an ihre Rede vor der Knesset und hob einen Satz aus ihrer Rede vor der UN hervor: „Die Sicherheit Israels ist für mich nicht verhandelbar.”

Mit der Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Benannt ist sie nach dem früheren NRW-Justizminister Josef Neu-berger (1902-1977), Mitglied der Gemeinde. Unter den Gästen: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Christina Rau und frühere Preisträger wie Berthold Beitz, Burkhard Hirsch und Fritz Pleitgen. (NRZ)