Großrazzia gegen Schleuser

Duisburg.  Gegen eine Schlepperbande ist die Polizei am Dienstag in vier Bundesländern vorgegangen, auch in Duisburg-Marxloh wurde eine Wohnung durchsucht. In Berlin nahmen Spezialkräfte einen 35-jährigen Ägypter fest. Er soll mit den anderen Bandenmitgliedern 348 vorwiegend syrische Flüchtlinge unter teils menschenunwürdigen Bedingungen nach Deutschland geschleust haben. 150 000 Euro soll das den Männern eingebracht haben. Ein internationaler Haftbefehl erging gegen einen weiteren Hauptbeschuldigten. Bereits Anfang November war ein syrischer Tatverdächtiger in Deutschland festgenommen worden.

In einer Wohnung in Duisburg-Marxloh fanden die Bundespolizisten bei einem Beschuldigten Führerscheine, Reisepässe, Ausweise und Asylbescheinigungen, die alle auf andere Personen zugelassen waren. Da die Rolle des Mannes innerhalb der Schleuserbande als „nicht tragend“ eingeschätzt wird, so die Bundespolizei, werde er nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß kommen.

Die Ermittlungen leitete die Staatsanwaltschaft Dresden, in ihrem Auftrag waren rund 150 Bundespolizisten und Spezialkräfte in NRW, Hessen, Berlin und Baden-Württemberg im Einsatz. Sie durchsuchten sechs Wohn- und Geschäftsräume.

 
 

EURE FAVORITEN