„Echte“ Gladbecker werden selten

Gladbeck..  Geboren in Gladbeck – das wird bald nur noch selten im Pass Gladbecker Kinder zu lesen sein. Denn das St. Barbara-Hospital, das einzige Krankenhaus in der Stadt, schließt die Geburtshilfe-Abteilung zum Ende des Jahres. Dies teilte die Geschäftsführung des Krankenhausbetreibers KKEL (Katholische Kliniken Emscher Lippe) mit.

Die Absicht zur Aufgabe der Abteilung war bereits im Juni bekannt geworden. Danach hatte es eine Unterschriftensammlung und heftige Proteste auch aus der Politik und von der Stadtspitze gegeben. Rund 500 Babys werden jedes Jahr im Barbara-Hospital zur Welt gebracht. Elf Hebammen sind in der Geburtshilfe-Abteilung beschäftigt, sie alle erhalten nun die Kündigung. Die Geschäftsführung begründet die Schließung mit wirtschaftlichen Argumenten. Gynäkologie und Geburtshilfe seien seit Jahren defizitär, das Defizit betrage 1,3 Millionen Euro, 850 000 Euro davon in der Geburtshilfe. Zudem fänden Gladbecker Mütter in Bottrop, Dorsten und Gelsenkirchen ausreichende Angebote.

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