Das waren die schlimmsten Erdbeben in NRW

Das Beben vom 14. Februar, dessen Epizentrum bei Nassau lag, war mit einer Stärke von 4,4 bis ins Ruhrgebiet zu spüren.  Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd
Das Beben vom 14. Februar, dessen Epizentrum bei Nassau lag, war mit einer Stärke von 4,4 bis ins Ruhrgebiet zu spüren. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd
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Essen.. Die niederrheinische Bucht gehört mit dem Oberrheintal zu den am stärksten von Erdbeben bedrohten Gebieten Deutschlands. In den letzten Jahrhunderten wurde NRW immer wieder von heftigen Beben erschüttert.

Mit einer Stärke von 4,4 auf der Richterskala hebt sich das Beben vom 14. Februar bei Nassau deutlich von vergangenen Erschütterungen ab. In Nordrhein-Westfalen ereignete sich im Juli 2002 bei Alsdorf ein ähnlich heftiges Erdbeben . Auf der Richterskala wurde eine Stärke von 4,8 gemessen, es kam zu leichten Gebäudeschäden.

Folgenreicher war das Beben vom 13. April 1992, das sich an der deutsch-niederländischen Grenze bei Roermond ereignete. Auf deutscher Seite gab es 30 Verletzte und es entstand ein Sachschaden von 40 Millionen Euro. Dr. Klaus Lehmann vom Geologischen Dienst NRW spricht von einer „gewissen Gefährdung“ für Nordrhein-Westfalen. Etwa alle 100 Jahre könne es zu einem Beben der Stärke 5 kommen. „Es sollte den Menschen bewusst sein, dass große Erdbeben jederzeit stattfinden können“, sagt er.

1756 wurde nach einem gewaltigen Erdbeben bei Düren ein Karnevalsverbot verhängt. Die Menschen gingen damals davon aus, dass die Erschütterung der Erde eine Strafe Gottes sei und wollten ihn nicht noch mehr erzürnen, erklärt Lehmann. Trotzdem bebte noch zwei Jahre danach die Erde beinahe täglich.

 
 

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