Ärger um ein Problemhaus in Bochum

Bochum.  Bürger in Bochum-Riemke protestieren mit einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin gegen die Zustände in einem von rumänischen Zuwanderern bewohnten baufälligen Eckhaus an der Zillertalstraße. „Hier herrschen unerträgliche Zustände. Das Wohnen ist zum Albtraum geworden. Die Stadt muss endlich handeln!“, fordern die 117 Unterzeichner.

Eine Nachbarin berichtet von zahllosen Polizeieinsätzen und Lärmbelästigungen bis tief in die Nacht; von Jugendlichen, die keine Schule besuchen und ihre Notdurft in den Nachbargärten verrichten; von verwahrlosten Kleinkindern, die sich selbst überlassen sind; von Betteleien, durchwühlten Mülltonnen und üblen Drohungen. Als der WAZ-Reporter einen der Bewohner befragen will, wird er von zwei Männern mit erhobenen Fäusten beschimpft und fortgejagt.

Die Hoffnungen richten sich auch auf das neue Wohnungsaufsichtsgesetz, das Überbelegungen in Schrottimmobilien verhindern soll. Dies sei bei Überprüfungen vor Ort aber „nicht festgestellt worden“, teilt die Stadt mit. Gemeldet seien 18 Personen. „Alles EU-Bürger: 17 Rumänen, ein Deutscher.“ Es gebe „keine dramatischen Zustände, lediglich Sperrmüll“. Betteleien und Drohungen seien nicht festgestellt worden, „ebenso wenig wie die Nutzung der Vorgärten als Toilette“.

 
 

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