Revier hofft auf weitere Strukturhilfen aus Brüssel

Holger Dumke
Das Ruhrgebiet stellt sich für die neue Förderperiode ab dem Jahr 2014 auf und spekuliert auf weitere 850 Millionen Euro.

Im Ruhrgebiet. Es geht um viel Geld. Seit 1989 sind rund vier Milliarden Euro an EU-Strukturhilfen ins Ruhrgebiet geflossen. Zeche Zollverein, Landschaftspark Nord, Phoenixsee: – „ohne die EU-Strukturgelder würde es keinen dieser ‘Leuchttürme’ des neuen Ruhrgebiets geben“, betont Angelica Schwall-Düren, Nordrhein-Westfalens Europaministerin. Nun steht die Förderperiode an: Das Ruhrgebiet hofft ab dem Jahr 2014 auf weitere 850 Millionen Euro.

Nachhaltiges Wachstum, Forschung, Innovationen, Klimaschutz, regionale Kooperationen: Eric Dufeil, Referatschef bei der Europäischen Kommission, stellte am Montag beim Regionalverband Ruhr (RVR) die Akzente der neuen Förderperiode vor, so wie sie sich bislang abzeichnen. Das Ruhrgebiet will gut gerüstet - und gut aufeinander abgestimmt - in das Werben um die Gelder gehen: In vielen Fragen einer integrierten und nachhaltigen Politik habe man „das Potenzial zu einer Modellregion“, heißt es in einer Resolution des RVR. Nun soll es Gespräche zwischen Land, RVR sowie den Städten und Kreisen geben, wie man sich für die neue Förderperiode aufstellt.

Laut Schwall-Düren sollen knapp die Hälfte der sogenannten Ziel-II-Fördergelder, die nach NRW gehen, ins Ruhrgebiet fließen. Ob das dann tatsächlich 850 Millionen Euro sind (so wie in der laufenden Periode), steht noch keineswegs fest. Bei der EU laufen noch Diskussionen, die Strukturhilfen zu kürzen. Am fehlenden Eigenanteil klammer Städte sollen Förderprojekte jedenfalls nicht scheitern, deutete Schwall-Düren an. Das Land wolle helfen.