Castrop-Rauxel

Kind (7) wird angefahren - Aufgeheizter Mob droht Rettungskräften mit Fäusten: So kam es zu dem Zwischenfall in Castrop-Rauxel

Die beiden Männer gingen Fäusten auf die Polizisten los und ließen sich auch nicht beruhigen. (Symbolbild)
Die beiden Männer gingen Fäusten auf die Polizisten los und ließen sich auch nicht beruhigen. (Symbolbild)
Foto: imago/STPP
  • An der Victorstraße wurde am Dienstag ein Junge (7) angefahren
  • Nachbarn gingen daraufhin auf die Rettungskräfte los - auch mit Fäusten
  • Die Stimmung wurde zusätzlich durch 20 Aggro-Gaffer aufgeheizt
  • Mehrere Streifenwagen mussten kommen, um die Situation zu beruhigen
  • Der Junge (7) ist verletzt und kam zur Beobachtung ins Krankenhaus

Castrop-Rauxel. Unfassbarer Zwischenfall in Castrop-Rauxel: Zwei junge Männer (17, 21) gingen nach einem Autounfall aggressiv auf die Rettungskräfte los. Dabei behinderten sie die Notfall-Versorgung eines siebenjährigen Kindes! Unterstützt wurden sie durch einen lautstarken Mob von 20 Gaffern.

Der Reihe nach.

Mehrere Kinder hatten am Dienstag auf der Victorstraße zwischen Autos gespielt. Dabei lief der Siebenjährige auf die Fahrbahn. Ein Autofahrer konnte nicht mehr bremsen. Sein Wagen erfasste den Jungen. Rettungswagen und Polizei wurden alarmiert.

„Wer war das?“

Während die Polizei den Unfall aufnahm, versorgten die Sanitäter das Kind. Doch plötzlich tauchten zwei junge Männer aus der Nachbarschaft auf und gingen die Polizeibeamten aggressiv an. „Sie waren aufgebracht und wollten wissen, wer das Kind angefahren hätte“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Ob die beiden mit dem Jungen verwandt sind, ist noch unklar.

Außerdem wollten der 17-Jährige und der 21-Jährige zu dem verletzten Kind vordringen. Das verhinderten die Polizisten - denn die Versorgung des Jungen hatte Priorität.

Sie gingen mit Fäusten auf die Beamten los

Die Polizisten versuchten die Männer zu beruhigen. Doch das gelang ihnen nicht! Schließlich gingen die aggressiven Männer sogar mit Fäusten auf die Beamten los.

Inzwischen hatte sich ein Mob aus etwa 20 Menschen an der Unfallstelle versammelt. „Die Stimmung war aufgeheizt“, so Hörst. In der Menge waren offenbar auch Angehörige.

Mehrere Streifenwagen alarmiert

Die Polizisten riefen Verstärkung - mehrere Streifenwagen kamen zur Victorstraße. Erst da gelang es, die Menge zu beruhigen.

Wie geht es dem Siebenjährigen?

Der Junge wurde verletzt, allerdings nicht schwer. Er verbrachte die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus.

Was sind die Konsequenzen?

Die beiden jungen Männer wurden vorläufig in Gewahrsam genommen. Sie wurden noch am gleichen Abend wieder freigelassen. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt.

Gegen die Gaffer liegt keine Straftat vor - daher wird gegen sie auch nicht ermittelt.

Gewalt gegen Rettungskräfte - kommt das häufiger vor?

„Es ist Gott sei dank nicht an der Tagesordnung - aber ja, es kommt immer wieder vor“, sagt Ramona Hörst.

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