Düsseldorf

Bericht: In NRW leben 2750 Reichsbürger – so viele Straftaten haben sie seit 2015 begangen

Sogenannte Reichsbürger haben ihre eigenen fiktiven  Dokumente, weil sie die Bundesrepublik nicht anerkennen. (Symbolbild)
Sogenannte Reichsbürger haben ihre eigenen fiktiven Dokumente, weil sie die Bundesrepublik nicht anerkennen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Düsseldorf. 115 Reichsbürger in NRW sollen einen Waffenschein besitzen. Allein 2750 der bundesweit 18.000 Anhänger der Szene sollen in NRW leben. Somit ist NRW eine Hochburg der Reichsbürger. Am Donnerstag wird NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) im Innenausschuss einen Lagebericht über diese gefährliche Bewegung vorlegen.

Der Rheinischen Post lag der Bericht des Innenministers schon vor der Konferenz vor. Demnach würden seit 2015 in NRW 2907 Straftaten auf die Kappe von selbsternannten Reichsbürgern gehen. Viele Taten davon sollen Widerstandshandlungen gegen Polizisten oder Vollstreckungsbeamte sein.

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Reichsbürger leugnen die Bundesrepublik

Das Bundeskriminalamt traue der Szene „äußerste Gewalt bis hin zu terroristischen Aktionen“ zu. Reichsbürger behaupten, dass das Deutsche Reich noch existiere. Deshalb erkennen sie den deutschen Staat nicht an. Daher lehnen sie das Grundgesetz und die Rechtsordnung ab. Häufig einher geht dabei Antisemitismus, die Leugnung des Holocaust und anderes rechtes Gedankengut.

Anhänger sind in verschiedenen Vereinen organisiert

Die Anhänger der Szene seien in Organisationen verbandelt wie der „Deutschen Reichsdruckerei“ in Kaarst, die die nicht anerkannten Reichsbürger-Ausweise druckt.

Grüne fordern: Waffenscheine abnehmen

Rund 100 Reichsbürger sollen in der rechtsextremistischen Szene verankert sein. Die Grünen forderten dem Bericht von rp-online zufolge ein konsequenteres Vorgehen, um Gewalttaten zu verhindern. Allen Mitgliedern sollte die Waffen-Erlaubnis entzogen werden. Von den 115 mit berechtigtem Waffenschein sollen laut Bericht schon 59 von ihnen der Schein abgenommen werden. (jk)

 
 

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