Recklinghausen

Recklinghausen will drastischen Schritt gehen, wenn es um Pommes und Currywurst geht

Pommes-Currywurst in der Einwegschale und mit Holzgabel soll in Recklinghausen der Vergangenheit angehören.
Pommes-Currywurst in der Einwegschale und mit Holzgabel soll in Recklinghausen der Vergangenheit angehören.
Foto: imago/Rüdiger Wölk

Recklinghausen. Mantaplatte aufgegessen, Mund abgeputzt, Schale und Gabel landen im Müll. So läuft es üblicherweise an den Imbissbuden im Ruhrgebiet. Recklinghausen möchte nun etwas an diesem Ablauf ändern.

Am Montag hat die Junge Union eine (kleine) grüne Revolution im Stadtrat angestoßen. Pommesschale und -gabel sollen nicht einmal, sondern mehrfach genutzt werden. Müll kann so vermieden werden.

Recklinghausen: Mehrweggeschirr soll Einwegplastik ablösen

„Gestern ist der Vorschlag an den Fachausschuss Wirtschaft weitergeleitet worden. Dort wird nun ein Konzept erstellt und eine mögliche Umsetzung geprüft“, erklärt Daniel Rabe von der Jungen Union.

Er erhofft sich einen nachhaltigeren Umweltschutz für seine Heimatstadt. Vergangenes Jahr hat Recklinghausen bereits einen Schritt in die ähnliche Richtung gemacht. Einweg-To-Go-Behältnisse wie Cafébecher sind zum Teil dem sogenannten Vestbecher gewichen.

Der Mehrwegbecher besteht zu 100 Prozent aus natürlichen Materialien und kann wiederverwendet werden.

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Gastronomen zeigen Interesse

Erstmals stieß Rabe in Tübingen auf die Idee. Dort müssen jedoch diejenigen Gastronomen zusätzliche Steuern zahlen, die sich nicht beteiligen. „Wir hingegen wollen Imbussbudenbesitzern und anderen Gastronomen nichts aufbüßen“, verspricht er. Eher sollen Anreize geschaffen werden, von Ein- auf Mehrweggeschirr umzustellen.

Noch am Dienstagnachmittag trifft sich der 36-Jährige mit einer Betreiberin, die sich positiv zum Mehrwegsystem geäußert hat. Andere Gastronomen zeigten sich ebenfalls offen für die Idee, sagt Rabe.

Weniger Müll, geringere Kosten

„Nach dem Vestbecher wäre die Abschaffung von Einwegbesteck der nächste logische Schritt“, ist er sich sicher. Ein netter Nebeneffekt, so die Hoffnung, wäre, dass das Stadtbild weniger verschmutzt ist. Zusätzlich könnten Kosten in der Müllentsorgung gespart werden.

Im März befasst sich der Wirtschaftsausschuss mit dem Mehrweg-Idee. Erst dann zeigt sich, ob sie auch Zukunft in Recklinghausen hat.

 
 

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