Recep Tayyip Erdogan in Köln: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet macht klare Ansage

Recep Tayyip Erdogan will Ende September Köln besuchen. Unklar ist, ob auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an dem Termin teilnimmt.
Recep Tayyip Erdogan will Ende September Köln besuchen. Unklar ist, ob auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an dem Termin teilnimmt.
Foto: dpa
  • Recep Tayyip Erdogan besucht Deutschland
  • Der türkische Präsident kommt am 28.September nach Berlin und reist einen Tag später nach Köln
  • Dort eröffnet er eine Moschee
  • Alle Ereignisse rund um den Besuch liest du hier im News-Ticker

Köln. 14.09 Uhr

Nun ist es offiziell. Armin Laschet hat offiziell verlauten lassen, dass er die Moschee nicht gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Moschee in Köln eröffnen wird. „Der Ministerpräsident hat mehrfach betont, dass internationale Beziehungen den offenen Austausch und Dialog brauchen, auch den kritischen.

Dazu ist er bereit. Eine gemeinsame Eröffnung Eröffnung der Kölner Ditib-Moschee erscheint dazu nicht der geeignete Ort zu sein. Dafür steht der Ministerpräsident nicht zur Verfügung“, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung.

19. September, 10.55 Uhr:

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll im Rahmen seines anstehenden Staatsbesuchs in Deutschland auch die neue Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib besuchen. Erdogan werde die Moschee am 29. September eröffnen, teilte die Ditib am Dienstag mit. „Eckdaten und Detailplanung sind noch in Arbeit“, hieß es. Doch diese Meldung war wohl nicht mit allen beteiligten abgesprochen – und sorgt nun für Verwirrung.

Denn laut der Meldung soll auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei dem Termin dabei sein. Dazu erklärte ein Regierungssprecher in Düsseldorf: „Diese Meldung können wir ausdrücklich nicht bestätigen. Uns liegen aktuell überhaupt noch keine detaillierten Informationen über den angekündigten Staatsbesuch des türkischen Staatspräsidenten in Deutschland vor.“

Auftritte Erdogans in Deutschland hatten in der Vergangenheit heftige Proteste hervorgerufen. Vor dem Verfassungsreferendum im vergangenen Jahr gab es erbitterten Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland. In der Folge untersagte das Auswärtige Amt generell solche Auftritte ausländischer Politiker vor Wahlen oder Abstimmungen. Da in der Türkei derzeit aber keine Wahlen anstehen, könnten lediglich örtliche Behörden einen Erdogan-Auftritt aus Sicherheitsgründen untersagen. (fel/mit dpa)

 
 

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