Real vor dem Aus: Supermarktkette könnte verschenkt werden

Real steht vor dem Aus. Metro könnte die Kette nun sogar verschenken.
Real steht vor dem Aus. Metro könnte die Kette nun sogar verschenken.
Foto: dpa

So richtig zünden wollte das Konzept von Real nie. Der Mega-Supermarkt, meist am Rand von Städten gelegen, konnte sich gegen die Konkurrenz von Edeka, Lidl, Aldi und Rewe nicht so richtig durchsetzen. Die Kette brachte zuletzt nur Verluste. Nun will der Mutterkonzern Metro Real so schnell wie möglich loswerden.

Die Arbeitnehmer zeigen sich diesbezüglich sehr besorgt. Real werde „zum Schlachthof“ geführt, hieß es auf einer Demo vor der Hauptverwaltung im vergangenen November.

Real vor dem Aus: So könnte es weitergehen

Metro-Chef Olaf Koch legt zwar großen Wert auf die Verantwortung des Unternehmens gegenüber Arbeitnehmern, kann jedoch nicht garantieren, dass es nicht zu massenhaften Entlassungen kommen könnte.

Nun berichtet das „Handelsblatt“ aber darüber, wie verzweifelt Metro versucht, die Supermärkte abzustoßen. Der aktuelle Plan A der Geschäftführung sieht folgenden Ausstieg vor:

  • Metro verkauft die Märkte mitsamt Grundstück an einen Immobilieninvestor. Das hätte wohl unweigerlich eine Zerschlagung der Kette zur Folge

Doch weil die Verhandlungen bisher nicht komplett rund laufen, gibt es wohl einen weiteren Plan.

Metro denkt darüber nach, Real zu verkaufen

Die Metro könnte die Betriebe an Markant verschenken und die Immobilien behalten. Besonders brisant: Bei dem aktuell geplanten Deal würde Metro sogar draufzahlen.

  • Denn laut „Handelsblatt“ liegt der Kaufpreis zwar bei 99 Millionen Euro - Metro würde aber vor dem Verkauf Kapital in Höhe von 300 Millionen Euro in Real stecken. Intern läuft dieser Plan und dem Codenamen „Projekt Cartagena“

Dieses Geld soll die Kosten für den Betrieb von Real für mindestens drei Jahre decken. Davon losgelöst wäre das Online-Angebot „real.de“. Für die Mitarbeiter wäre diese Lösung sicher attraktiver. Denn Markant würde zumindest einige Märkte weiterbetreiben. Ein Investor, der nur die Immobilien kauft, hätte kein Interesse daran, die Supermärkte dort selbst zu betrieben.

Schenkungsplan könnte Teile der Filialen retten

Dass ihm die weitere Existenz der Real-Märkte am Herzen liegt, bestätigte Metro-Boss Koch gegenüber dem „Handelsblatt“: „Ich werde alles versuchen, die Fortsetzung von Real sicherzustellen, und dazu werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen.“

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Metro stellt sein Geschäft gerade neu auf und möchte sich vom Geschäft mit dem Endverbraucher verabschieden. Zuletzt wurde bereits die angeschlagene Kaufhaus-Kette „Galeria Kaufhof“ verkauft. (fel)

 
 

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