Neue Details nach „Tumulten“ in Psychiatrie bei Kleve: Mehrere Straftäter planten Ausbruch

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Sonntagabend vor der Psychiatrie in Bedburg-Hau.
Einsatzkräfte der Polizei stehen am Sonntagabend vor der Psychiatrie in Bedburg-Hau.
Foto: dpa

Bedburg-Hau.  An dem versuchten Ausbruch aus einer Psychiatrie in Bedburg-Hau (bei Kleve) am Niederrhein waren nach ersten Ermittlungen mehrere Patienten beteiligt.

„Es handelt sich dabei nur um Männer“, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. „Alle von ihnen sind verurteilte Straftäter.“ Offensichtlich hätten die Patienten der LVR-Klinik Bedburg-Hau einen Fluchtplan gehabt. „Auch von Fluchtwerkzeug war die Rede“, erläuterte der Sprecher.

Psychiatrie in Bedburg-Hau: Ermittler wollen die Patienten vernehmen, die am Ausbruchsversuch beteiligt waren

Die Ermittlungen dazu dauerten am Montag noch an - die Ermittler wollten nun mit den Vernehmungen starten. Der Fall hatte am Sonntag zu einem Großeinsatz der Polizei in der Psychiatrie geführt.

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Die Vorbereitungen für den Ausbruchsversuch waren bereits am Samstag in den späten Abendstunden von den Mitarbeitern der Klinik entdeckt worden sein.

Tumultartige Szenen am Sonntag in der Psychiatrie in Bedburg-Hau

In der Folge sollte es am Sonntag mindestens eine Verlegung geben. Als Reaktion darauf habe es dann tumultartige Szenen gegeben, daraufhin rückte die Polizei an.

Die Polizei nahm dann mit den Personen im Gebäude Kontakt auf. Diese hätten aufgegeben. Nach rund sechs Stunden sei der Einsatz beendet gewesen. Nähere Angaben zu dem oder den potenziellen Ausbrechern machte die Polizei zunächst nicht. Auch der Fluchtgrund sei bislang völlig unklar. Der Klinikbetrieb gehe nun weiter.

Die LVR-Klinik Bedburg-Hau ist nach Angaben auf ihrer Webseite eine der größten Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen zur Behandlung psychisch erkrankter Menschen. (dpa)

 
 

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