Polizist erschoss Einbrecher (30) in Herten - vorher floh der Mann aus einer Psychiatrie

Hier hat ein Polizist einen Einbrecher erschossen.
Hier hat ein Polizist einen Einbrecher erschossen.
Foto: KDF-TV

Herten. Ein Polizist hat am Sonntagabend in einer Wohnung an der Kurt-Schumacher-Straße in Herten einen Einbrecher erschossen.

Zuvor war der Mann - vermutlich mit einem Messer - auf die Beamten losgegangen.

Toter ist ein Asylbewerber aus Tunesien

Mittlerweile haben Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details zu dem gewalttätigen Angreifer veröffentlicht: Der Tote ist demnach ein Mann (30) aus Tunesien.

Der Mann war gewaltsam in die Wohnung einer 72-Jährigen eingedrungen. Die Frau flüchtete in die Wohnung ihrer Nachbarin und rief die Polizei.

Als die Beamten eintrafen, überraschte der Einbrecher sie und griff sofort an - vermutlich mit einem Messer. Das zumindest lag neben der Leiche.

Tödliche Kugel in linker Brust

Einer der Polizeibeamten zog seine Dienstwaffe und schoss, um sich zu wehren. Die tödliche Kugel traf den 30-Jährigen in die linke Brust. Das ergab die Obduktion.

„Die Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauches durch den Beamten wird nun im Rahmen des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Bochum geprüft", sagte Staatsanwalt Michael Nogaj.

Der Verstorbene lebte seit 2012 in Nordrhein-Westfalen und hatte seinen Wohnsitz in Herten.

„Nach ersten Ermittlungen war der 30-jährige Tunesier vor der Tat zwangsweise in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht und von dort unerlaubt geflüchtet“, erklärte der Ermittlungsleiter Ulrich Bux am Montag.

(lin)

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