Polizei: "Vergewaltigung hat so nicht stattgefunden"

Die Polizei Mönchengladbach ermittelt nun gegen die Schülerin wegen der Vortäuschung einer Straftat. Die 15-Jährige hatte behauptet, vergewaltigt worden zu sein.
Die Polizei Mönchengladbach ermittelt nun gegen die Schülerin wegen der Vortäuschung einer Straftat. Die 15-Jährige hatte behauptet, vergewaltigt worden zu sein.
Foto: Patrick Seeger/dpa
  • Die Gladbacher Polizei ermittelt gegen ein 15-jähriges vermeintliches Vergewaltigungsopfer
  • Vorwurf: Die Schülerin habe einen 20-Jährigen fälschlicherweise der Vergewaltigung bezichtigt
  • Die 15-Jährige räumte bei einer Vernehmung ein, gelogen zu haben

Mönchengladbach. Der Fall einer 15-Jährigen aus Mönchengladbach, die angeblich in der Gladbacher Innenstadt vergewaltigt worden sein soll, hat eine überraschende Wende erfahren: Die Polizei ermittelt nun gegen die Schülerin wegen der Vortäuschung einer Straftat.

Der 20-Jährige Mann, dem die Vergewaltigung vorgeworfen wurde, hatte in der polizeilichen Vernehmung von einvernehmlichen sexuellen Handlungen gesprochen. Er habe keinerlei Gewalt angewendet. Daraufhin wurde die Schülerin zu einer erneuten Aussage bestellt.

Im Rahmen der Zeugenaussagen sei es zu deutlichen Zweifeln an der Darstellungen der 15-Jährigen gekommen, so die Polizei. Sie räumte anschließend ein, die Ermittler über entscheidende Details belogen zu haben. Zu diesen Details konnte die Gladbacher Polizei auf Nachfrage noch keine Stellung beziehen.

Fahndungsbild des vermeintlichen Täters darf nicht mehr gezeigt werden

Der Vorfall hatte in den sozialen Netzwerken hohe Wellen geschlagen, das Fahndungsbild des vermeintlichen Täters wurde vielfach geteilt. Die Polizei Mönchengladbach weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Bild des 20-Jährigen nicht mehr verwendet werden darf und eine weitere Nutzung rechtliche Folgen nach sich ziehen könnte. (sjb)