Hamm

Hamm: Polizei sucht Mitarbeiter – mit dieser skurrilen Stellenausschreibung

Die Stellenausschreibung spricht Voyeuristen an. Aber nicht nur sie bringen gute Kenntnisse in der Fotografie mit. (Symbolbild)
Die Stellenausschreibung spricht Voyeuristen an. Aber nicht nur sie bringen gute Kenntnisse in der Fotografie mit. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people
  • Polizei Hamm sucht Mitarbeiter
  • Dafür veröffentlicht sie eine ungewöhnliche Stellenausschreibung
  • Deswegen haben Voyeuristen die notwendigen Grundkenntnisse für den Job

Hamm. Fotos von Fremden zu machen, ist nicht immer gleich Stalking – je nachdem, welche Absicht dahintersteckt. So kommt es dazu, dass die Polizei Hamm am 7. Februar eine Stelle mit einem ungewöhnlichen Profil ausgeschrieben hat, die sich großer Beliebtheit auf Facebook erfreut.

Polizei Hamm sucht Mitarbeiter für Verkehrsüberwachung

Die Behörde in Hamm sucht einen Mitarbeiter, der Interesse daran zeigt, die technische Verkehrsüberwachung durchzuführen – sprich: sie sucht jemanden, der Autoraser blitzen möchte.

Die Polizei beschreibt das Stellenprofil auf eine unterhaltsame und kreative Weise. Wer Fahrer dabei erwischen möchte, dass sie zu schnell unterwegs sind, sollte nicht nur eine technische Ausbildung mitbringen, sondern auch eine Affinität für das Beobachten haben: „Sie machen gerne Fotos von Fremden? Sie mögen schnelle Autos? Um an ein Foto zu kommen, lauern sie den Leuten zur Not auch im Gebüsch auf?“

Kurzum: Für die Stelle suchen die Beamten jemanden, der Grundkenntnisse aus der Fotografie mitbringt. Außerdem muss der Kandidat körperlich belastbar sein, damit er die schwere Blitzer-Ausrüstung tragen kann. Ein Voyeurist oder Stalker im wahrsten Sinne wird nicht gesucht.

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„Aus moralisch-ethischen Gründen nicht mit meinem Gewissen vereinbar“

Die humorvolle Stellenbeschreibung findet auf Facebook breiten Anklang. Mehrere Nutzer teilen ihr Amüsement der Polizei Hamm auf Facebook mit. „Genau das Richtige für mich. Dann wird mein Hobby wenigstens bezahlt“, antwortet Nici K.

Facebook-Nutzer Valentin K. steigt sogar auf den Humor der Polizei Hamm ein: „Klingt verlockend. Kann das aber denke ich aus ethisch-moralischen Gründen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.“

Für Nadine S. bietet ihr der Job sogar einen Perspektivenwechsel an: „Das wäre es doch. Dann würde ich endlich hinter der Kamera stehen als immer nur vor eurer Linse.“

 
 

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