Pferde bei Kölner Rosenmontagszug durchgegangen - jetzt spricht der Tierschutzbund

Eine Karnevalistin auf einem Pferd nimmt am Rosenmontagszug teil.
Eine Karnevalistin auf einem Pferd nimmt am Rosenmontagszug teil.
Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
  • Beim Kölner Rosenmontagszug sind mehrere Pferde durchgegangen
  • Ähnliches passierte schon im Vorjahr
  • Der Tierschutzbund fordert ein striktes Pferdeverbot auf Umzügen

Köln. Durchgegangene Pferde haben auf dem Rosenmontagszug in Köln erneut für Verletzte gesorgt. Drei bis fünf Menschen wurden laut Polizei verletzt, als die Zugpferde einer Kutsche losrasten.

Bereits wenige Stunden nach dem Vorfall meldet sich der Tierschutzbund zu Wort. Er fordert ein striktes Pferdeverbot beim Karneval.

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„Für die Pferde ist es purer Stress und damit verbunden bleibt immer ein unkalkulierbares Risiko für Mensch und Tier. Die Verantwortlichen im Karneval wären gut beraten, jetzt umzudenken und ein Pferdeverbot auszusprechen“, so Pressesprecher Marius Tünte. „Der Vorfall scheint nach bisherigem Sachstand noch glimpflich verlaufen zu sein, aber das Risiko, dass Karnevalisten und Tiere noch schwerer zu Schaden kommen, das sollte keiner eingehen.“

„Pferde sind in Karnevalsumzügen nervlich stark strapaziert“

Mit zahlreichen Auflagen wollten die Veranstalter dafür sorgen, dass sich ein solcher Vorfall wie beim Rosenmontagsumzug 2017 nicht wiederholt – vergeblich.

„Pferde sind in Karnevalsumzügen nervlich stark strapaziert, sie sind Fluchttiere und sehr schreckhaft. Laute Musik, Tröten und Gegröle tun ihr übriges. Auch für den Menschen besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Das Risiko, dass Pferde nervös werden und auf den oft engen Wegen die Jecken am Straßenrand verletzen, ist hoch. Hinzu kommt, dass die Tiere in unnatürlichem Tempo oft stundenlang auf Asphalt gehen müssen“, heißt es in der Pressemitteilung des Tierschutzverbandes.

 
 

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