Herne

Herne: DIESES Wahrzeichen macht die Stadt einzigartig – hättest du es gedacht?

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben

DER WESTEN ist für dich in den Heißluftballon gestiegen und hat das Ruhrgebiet von oben gefilmt.

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Herne. Hättest du DAS über Herne gedacht?

Zugegeben: Herne gehört nicht wirklich zu den bekanntesten Städten im Ruhrgebiet. Fragt man Menschen von außerhalb, werden Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg genannt, vielleicht noch Gelsenkirchen – aber Herne? Nee! Dabei besitzt die Stadt etwas, das die anderen Pott-Städte verblassen lässt – nämlich ein Wahrzeichen, dass Herne im wahrsten Sinne des Wortes absolut einzigartig macht!

Herne: DIESES Wahrzeichen macht die Stadt einzigartig – hättest du es gedacht?

Denn in Herne gibt es einen Kirchturm, in dem tatsächlich ein Schuhgeschäft untergebracht ist. Das dürfte sogar in ganz Deutschland einzigartig sein. Darüber berichtet die „WAZ“. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts haben nur wenige Katholiken in Herne gelebt, sie sind zum Gottesdienst extra nach Eickel gegangen. Mit der Industrialisierung hat sich das aber geändert, denn viele zugewanderte Arbeiter waren katholisch.

Deshalb ist dann an der Von-der-Heydt-Straße die selbstständige Pfarrei St. Bonifatius entstanden. Und die wiederum hat dann von 1872 bis 1874 die Bonifatius-Kirche gebaut – allerdings noch ohne Kirchturm. 1888 hat die Gemeinde beschlossen, die Kirche zu erweitern und einen Turm bauen zu lassen, weil die Anzahl der Katholiken zugenommen hatte. Zu Weihnachten 1889 stand dann der Kirchturm, so die „WAZ“ weiter.

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Das ist die Stadt Herne:

  • um 880 erscheint erstmals urkundlich als „haranni“ erwähnt
  • war in der Vergangenheit vom Steinkohlebergbau geprägt
  • hat rund 160.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • weist nach München und Berlin die größte Bevölkerungsdichte aller Städte in Deutschland auf
  • Oberbürgermeister ist Frank Dudda (SPD)

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Herne: Kirchenturm mit Schuhladen deutschlandweit einzigartig

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte eine Kommission des Erzbischöflichen Generalvikariats nach einer Ortsbesichtigung beschlossen, dass alle Gebäude einschließlich der Kirche abgerissen und durch neue ersetzt werden sollten. Der neue Kirchenraum sollte aus Beton bestehen und sakral aussehen. Der Turm hatte zwar schon damals unter Denkmalschutz gestanden, trotzdem sollte er weg. Doch eine klare Mehrheit der Bevölkerung in Herne wollte den Kirchturm erhalten sehen. Also ist er in die neue Ladenzeile integriert worden, die zum Haupteingang der neuen Kirche führt.

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1976 sind dann die Pläne für eine neue Ladengasse vorgestellt worden – und so kommt es, dass im Kirchturm ein Schuhladen beherbergt. Dort steht das „Schuhhaus Schlatholt“, der wohl einzige Einzelhändler überhaupt, der in einem frei stehenden Glockenturm steht. Noch heute würden Touristen ins Geschäft kommen, um in den Kirchenturm hinaufzusteigen. Mehr zur Geschichte des Herner Kirichenturms kannst du bei der „WAZ“ nachlesen. (mg)

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Im Ruhrgebiet spricht man Tacheles und redet nicht lange um den heißen Brei herum. DER WESTEN-Redakteurin Julia Scholz beschäftigt sich in der Kolumne „Da sachste, wat Sache ist“ mit aktuellen Themen, die die Menschen im Revier bewegen. Diesmal geht es darum, dass die Menschen die Städte im Pott verlassen – und DIESES Ziel haben!