Osnabrück: Drittklässler sammeln Müll – und machen Horrorfund

Foto: Markus Weissenfels / Funke Foto Services

Weggeworfene Plastikflaschen und Cola-Dosen, damit hatten die Drittklässler in einer Grundschule in Melle (Kreis Osnabrück) wohl gerechnet, als sie sich auf zu einer Müllsammel-Aktion machten.

Was sie fanden, war die Leiche eines Mannes (69).

Melle: Kinder finden beim Müll sammeln Leiche eines Mannes

Laut Polizei hatte sich der Mann in einer leer stehenden Halle des Segelflieger-Clubs in Melle bei Osnabrück erhängt. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, berichtet die „Bild“.

Doch der Fall macht jetzt auch Schlagzeilen, weil Eltern der Kinder die Schule für ihren Umgang nach dem Fund der Leiche kritisieren.

Die Lehrerin, die mit den Kindern unterwegs war, soll sich laut noch schützend vor die Kinder gestellt haben und ihnen zunächst berichtet haben, es sei eine Wachspuppe.

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Kinder sollen Leiche angefasst haben

Doch manche Kinder sollen die Leiche sogar angefasst haben, berichtet ein Vater. Er fragt: „Wo waren da die Lehrer in dem Moment?“ Sabrina Metzig, Mutter einer an der Müllsammel-Aktion beteiligten Schülerin, berichtet gegenüber „Nonstop News“ von dem Moment, als ihre Tochter von der Schule zurückkam: „Sie war kreidebleich, ihr war schlecht und sie hatte einen Brief der Schule dabei.“ Darin schilderte die Schule den Vorfall.

Ihre Tochter habe danach sehr schlecht geschlafen, habe Albträume und Schweißausbrüche gehabt, so die Mutter. Sie äußert Kritik an der Schulleitung, weil weder am Tag selbst als auch in den Folgetagen psychologische Unterstützung für die Kinder zur Verfügung gestanden hätte.

Sprecherin der Schulbehörde widerspricht

Die Sprecherin der niedersächsischen Landesschulbehörde Bianca Schöneich widerspricht gegenüber „Bild“: „Die Schule hat uns den Vorfall direkt gemeldet. Zwei Schulpsychologen und der zuständige Schulfachdezernent machten sich sofort auf den Weg zu den Kindern. Es wurden eingehende Gespräche mit den 32 Schülern geführt. Um keine Panik zu verbreiten, entschloss man sich gemeinsam mit den Psychologen, den Schulalltag danach ganz normal weiter laufen zu lassen. Die Kinder schrieben im Anschluss einen Test, der aber nicht bewertet wird.“

 
 

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