NRW: Mann soll an Hunderten Morden beteiligt gewesen sein – doch es kommt zu KEINEM Prozess

NRW: Das Landgericht Wuppertal hat entschieden, den Prozess um einen 96-Jährigen nicht zu eröffnen, dabei soll er an den Hinrichtungen Hunderter Menschen beteiligt gewesen sein. (Archivbild)
NRW: Das Landgericht Wuppertal hat entschieden, den Prozess um einen 96-Jährigen nicht zu eröffnen, dabei soll er an den Hinrichtungen Hunderter Menschen beteiligt gewesen sein. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg

Prozess gegen einen mutmaßlichen ehemaligen SS-Wachmann am Landesgericht Wuppertal in NRW abgelehnt! Dabei soll der Mann aus NRW von den Hinrichtungen Hunderter Menschen gewusst haben und sogar beteiligt gewesen sein.

NRW: Prozess in Wuppertal abgelehnt

Das Landgericht Wuppertal (NRW) hat vorerst entschieden, den Prozess um einen 96-Jährigen nicht zu eröffnen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte.

Dem Hochbetagten war Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vorgeworfen worden. Er soll von Juni 1944 bis Mai 1945 als Heranwachsender einem SS-Totenkopf-Wachbataillon zugeteilt gewesen sein,

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Das war das KZ Stutthof:

  • Das KZ Stutthoff war ein deutsches Konzentrationslager 37 Kilometer östlich von Danzig
  • Das KZ wurde vom 2. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 betrieben
  • zunächst war es ein „Zivilgefangenenlager“
  • am 1. Oktober 1941 wurde der Status zum „Sonderlager Stutthof“ geändert und unterstand der Danziger Gestapo
  • laut Anklage starben in Stutthof rund 5000 Menschen

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NRW: Angeklagter ist SS-Wachmann gewesen

Rund 5000 Menschen sollen damals im Stutthofer KZ ums Leben gekommen sein. Der 96-Angeklagte, ein ehemaliger mutmaßlicher SS-Wachmann, soll davon gewusst haben. Er soll zudem „einen Vernichtungstransport von rund 600 Menschen begleitet haben“, wie der Sprecher mitteilte.

Die Kammer sei der Auffassung, dass der Angeklagte über das Vorgehen im KZ Stutthof und dessen Ausmaß gewusst haben muss, seine ihm aufgetragenen Arbeiten dennoch weiter verübte.

Unter lebensbedrohlichen Umständen hatten die Gefangenen auf ihre Hinrichtung warten müssen, die durch Giftgas, Erschießung oder dem Injizieren von Benzin oder Phenol ausgelöst worden waren.

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NRW: Angeklagter sei verhandlungsunfähig

Doch weil der 96-jährige Angeklagte laut eines ärztlichen Gutachtens als dauerhaft verhandlungsunfähig erklärt wurde, wurde die Eröffnung des Prozesses nun fallengelassen.

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Das Gericht erlegte dem 96-Jährigen die ihm bisher entstandenen Kosten des Verfahrens auf, weil ein erheblicher Tatverdacht bestehe. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde eingelegt werden. (ali/dpa)