Wintereinbruch in NRW: Deutscher Wetterdienst warnt in diesen Regionen vor Glätte und Frost

Fallen schon heute die ersten Schneeflocken in NRW?
Fallen schon heute die ersten Schneeflocken in NRW?
Foto: Sven Hoppe / dpa

Wintereinbruch im Ruhrgebiet – nach dem Schnee warnt der Deutsche Wetterdienst vor Glätte wegen überfrierender Nässe.

Teilweise hat es im Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen am Dienstag bis zu fünf Zentimeter geschneit. An vielen Orten im Pott war der Schnee dann doch eher Schneeregen wie zum Beispiel in Dortmund.

Doch der Winter hat gerade erst begonnen.

Hier alle Infos zum Wintereinbruch, Glätte und Schnee im Ruhrgebiet

Freitag

10:14 Uhr: Der DWD warnt: „Heute Vormittag verbreitet leichter Frost. Bevorzugt auf Brücken und im Bereich von Nebelfeldern örtlich Glätte. In der Nacht zum Samstag nur noch gebietsweise leichter Frost, vor allem im Bergland und allgemein in Ostwestfalen. Mit Aufkommen leichter Regenfälle ist dort in den Frühstunden örtliches Glatteis nicht ganz ausgeschlossen.“

09:53 Uhr: Auch die Stadt Duisburg reagiert auf den Wintereinbruch. In einer Mitteilung verkündet die Stadt, dass vor allem Obdachlose vor der Kälte geschützt werden sollen. Ein beheizten Schlafplatz finden Hilfsbedürftige werktags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr bei der „Zentralen Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle“ (ZABV) auf der Beekstraße 45 in der Duisburger Innenstadt.

Außerhalb dieser Zeiten können Vorsprachen in weiteren Notübernachtungsstellen angefragt werden. Diese befinden sich für Männer im Wolfgang-Eigemann-Haus auf der Ruhrorter Straße 124-126 in Kaßlerfeld, für Frauen im Haus Pappenstraße 19 in Neudorf.

Im äußersten Notfall können Obdachlose auch die U-Bahnstationen und Warteräume im Duisburger Hauptbahnhof nutzen.

Donnerstag

14.06 Uhr: Nachdem der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagmorgen alle Warnungen vor Frost aufgehoben hat, gibt es mittags neue. „Es besteht die Gefahr des Auftretens von Frost“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Es könnte dabei Froststufe 1 (von 2) eintreten.

Dafür sorgt kalte Festlandsluft, die mit einer östlichen Strömung nach Nordrhein-Westfalen transportiert wird.

In diesen Städten wird es frostig:

  • Herne
  • Dortmund
  • Oberhausen
  • Gelsenkirchen
  • Essen Bottrop
  • Bochum
  • Mülheim
  • Duisburg

Die Warnung gilt von Donnerstag, 18 Uhr, bis voraussichtlich Freitag, 10 Uhr.

7.36 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die die amtlichen Warnungen vor Frost aufgehoben. Betroffen davon waren noch folgende Städte:

  • Dortmund
  • Bochum
  • Herne
  • Mülheim
  • Oberhausen
  • Bottrop
  • Gelsenkirchen
  • Essen
  • Duisburg

Mittwoch

8.55 Uhr: Zum Wochenende steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es regnet. Laut Deutschem Wetterdienst seien die Temperaturen dann zwar nicht mehr ganz so niedrig. Dennoch kann sich gerade in den frühen Morgenstunden noch Glätte auf den Straßen bilden. Die Stadt Essen wendet eine Methode an, die die Straßen vor der Glätte bewahren soll: Die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe sprühen bei Bedarf nachts Salzwasser auf Hauptstraßen. So soll Glätte verhindert werden.

7.39 Uhr: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat der Mittwochmorgen eisig begonnen. Vielerorts hatte es am Dienstag geschneit, manchmal war der Schnee allerdings mehr Regen als Schnee.

Nun sagt der Deutsche Wetterdienst weiterhin eisige Temperaturen für den Rest der Woche voraus. Am Mittwoch sollen maximal fünf Grad werden, in den Morgenstunden pendelt sich das Thermometer um den Gefrierpunkt ein. Derzeit sind in Essen -1 Grad (Stand: 7.39 Uhr). Viele Autofahrer müssen ihre Scheiben freikratzen. Der DWD warnt desweiteren vor Glätte, denn teilweise kann vereinzelt Regen in NRW fallen, der dann gefrieren kann.

Dienstag

16.24 Uhr: In Dortmund könnte es schneller glatt werden als in den anderen Ruhrgebietsstädten. Hier gilt die Wetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Glätte bereits ab Dienstag, 16.17 Uhr. Voraussichtlich bis 19 Uhr.

14 Uhr: Zum Schnee könnte sich in der Nacht noch fieser Frost gesellen. Wie der DWD berichtet, kann es ab Dienstag 20 Uhr bis Mittwoch 9 Uhr glatt werden.

Für folgende Städte wird gewarnt:

  • Herne
  • Essen
  • Bochum
  • Gelsenkirchen
  • Bottrop
  • Duisburg
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberhausen

13.46 Uhr: Außerdem können Wohnungslose sich erneut im Essener Hauptbahnhof aufhalten, um der Kälte zu entgehen. Allerdings nur, wenn sie nicht pöbeln oder Passanten belästigen. Bei solch einem Verhalten würde jeder rausgeschmissen aus dem Hauptbahnhof, heißt es von der Deutschen Bahn. In die U-Bahn dürfen die Wohnungslosen nicht. Es sei zu gefährlich, dass sie in den Schächten einschlafen und überfahren werden.

13.11 Uhr: Die Kälte und der angekündigte Schnee im Ruhrgebiet machen nicht nur Pendlern, sondern besonders Wohnungslosen zu schaffen. Sie haben bei der Kälte oft keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen, sodass sie vor den nächtlichen Minustemperaturen geschützt sind.

In Essen gibt es 58 Schlafplätze in Notunterkünften, wo sich Obdachlose einfinden können. Laut der Stadt Essen reiche das meistens aus. Jasmin Trilling, Sprecherin der Stadt: „Viele Wohnungslose haben über Nacht bei Bekannten die Möglichkeit unterzukommen, wenn es kalt wird. Aber wir können bei Bedarf unsere Schlafplätze auch aufstocken.“

12.19 Uhr: Die Essener Entsorgungsbetriebe weisen darauf hin, dass das Streuen von Salz im privaten Bereich nicht erlaubt ist. Es ist hochgradig umweltschädlich und meistens sei es nicht nötig. In den meisten Fällen würden abstumpfende Mittel wie Granulat, Sand oder Asche ausreichen, um die Bürgersteige ausreichend zu sichern.

11.14 Uhr: Seit dem 1. November gibt es einen Bereitschaftsplan bei den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE). Jede Stunde rund um die Uhr bis zum März 2019 ist damit abgedeckt.

Sprecherin Bettina Hellenkamp sagt dazu: „Der Dienst wird je nach Wettervorhersage aktiviert. Wie zum Beispiel am heutigen Dienstag. Die Mitarbeiter, die Bereitschaft haben, können jederzeit angerufen werden, um dann bei Schnee streuen zu können.“

Die EBE arbeitet zusätzlich mit einer neuen Methode: Beim ersten Frost fahren die Mitarbeiter raus und besprühen die Hauptstraßen mit Salzwasser. So soll sichergestellt werden, dass sich erst gar keine glatte Fahrbahn bildet. Hellenkamp: „Am vergangenen Wochenende haben wir das bereits gemacht.“

10.53 Uhr: Die Entsorgungsbetriebe Essen sind gut gerüstet für den kommenden Winter. 4000 Tonnen Salz füllen die Lager bis zum Rand. Diese Vorräte gibt es in jedem Jahr, allerdings wurden sie laut Bettina Hellenkamp, Sprecherin der EBE, in den letzten Wintern nie aufgebraucht.

10.17 Uhr: Frost und Glätte können die Straßen im Revier zur Rutschpartie machen. Der DWD warnt deswegen davor: Auch wenn kein Schnee auf den Straßen liegen bleibt, kann es trotzdem glatt sein. Fahr also vorsichtig.

8.05 Uhr: Im Ruhrgebiet kann es in Duisburg, Essen, Oberhausen, Dortmund und Mülheim an der Ruhr schneien. Auch für das Sauerland ist Schnee angesagt und das noch deutlich mehr als im Ruhrgebiet – bis zu fünf Zentimeter sind in der Region zwischen Bielefeld und Paderborn sowie in Schmallenberg südlich von Meschede angesagt.

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Hier sollten Autofahrer aufpassen

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kündigt der DWD auch Frost und Glätte für die Region an. Für Autofahrer im Ruhrgebiet heißt das: Auch wenn kein Schnee auf den Straßen zu sehen sollte, trotzdem vorsichtig fahren!

Hier fällt mehr Schnee

Schnee-Freunde im Sauerland und Münsterland dürfen sich mehr freuen. In der Region zwischen Bielefeld und Paderborn sowie in Schmallenberg, südlich von Meschede, fällt ein bis fünf Zentimeter Schnee. (fb/dö)

 
 

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