NRW: Weihnachtsmärkte öffnen so früh wie nie – jetzt gibt es Riesen-Zoff!

Die Weihnachtsmärkte in NRW wie hier in Oberhausen starten immer früher. Das gefällt nicht jedem.
Die Weihnachtsmärkte in NRW wie hier in Oberhausen starten immer früher. Das gefällt nicht jedem.
Foto: imago images / Revierfoto

Wann geht eigentlich die Weihnachtszeit los? Wenn man die Antwort von den Innenstädten in NRW abliest, ist das schon am 14. November.

Denn an diesem Tag startet der Weihnachtsmarkt in Duisburg, einen Tag darauf auch in Essen und Oberhausen. Das ist historisch früh – und genau das sorgt jetzt in NRW für Ärger.

Weihnachtsmarkt in NRW: Immer frühere Öffnungszeiten rufen Kritik hervor

Für die Geschäfte in der City sei der frühe Starttermin sinnvoll, schließlich locken die Märkte regelmäßig viele Menschen in die Innenstädte. „Die Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte resultieren vor allem aus der großen Nachfrage der Besucherinnen und Besucher“, sagt ein Projektmanager der Duisburg Kontor AG.

Man stimme den Starttermin der Weihnachtmärkte mit Kirchenvertretern ab. Auf Totensonntag, Heiligabend und den ersten Weihnachtsfeiertag nehme man Rücksicht und passe die Öffnungszeiten an.

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„Dennoch versuchen wir den Bedürfnissen unserer Händler, dem Innenstadt-Handel und vor allem der Nachfrage der Besucher gerecht zu werden“, heißt es seitens der Duisburg Kontor AG.

Ausverkauf von Weihnachten?

Ist das ein Ausverkauf des wichtigen christlichen Festes? Als „extrem“ bezeichnet Christoph Wichmann, Propst in der St. Pankratius-Gemeinde in Oberhausen, die neuen Starttermine der Weihnachtsmärkte.

„Wir haben einerseits Verständnis für die frühen Märkte. Die Städte beklagen den Rückgang der Besucher in den Innenstädten, sie wollen die Innenstädte wieder beleben“, sagt Wichmann.

„Gläubigen Christen ist es aber wichtig, bei all dem Kommerz und Konsum darauf hinzuweisen, dass Weihnachten nicht irgendeine kulturelle Lichtfeier am Jahresende ist“, erklärt Ulrich Lota, Pressesprecher des Bistums Essen.

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Weihnachtsmarkt mit dem ursprünglichen Hintergrund verbinden

Propst Wichmann ergänzt: „Wir wünschen uns, dass das Eigentliche des Weihnachtsfests nicht in Vergessenheit gerät. Also die Menschwerdung Gottes.“

„Ein Weihnachtsmarkt ist eben nicht nur Essen und Trinken“, erklärt der Propst. Es gebe allerdings auch viele positive Seiten an den Weihnachtsmärkten. Sie würden den Gedanken an Weihnachten lebendig halten.

Weihnachtsmarkt hält Tradition wach

Und schließlich gebe es auf den Märkten immer auch Impulse, die Kirche auf Advents- und Weihnachtsmärkten vermehrt in den Fokus zu rücken. „Auf vielen Adventmärkten öffnen die Kirchen ihre Pforten, sie haben Stände auf den Märkten und planen weitere Aktionen.“

Wichmann gehe hin und wieder selbst auf den Weihnachtsmarkt. Kekse und Lebkuchen würden ihm aber erst in der Adventszeit so richtig schmecken. (vh)

 
 

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