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NRW-Wahl: Kopf-an-Kopf-Rennen – eine Sensation liegt in der Luft

NRW-Wahl: Kopf-an-Kopf-Rennen – eine Sensation liegt in der Luft

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Die NRW-Wahl 2022 kann durchaus spannender werden als die enge Bundestagswahl im vergangenen Herbst. Nach einer aktuellen Umfrage des WDR sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD aus.

Völlig offen ist, ob CDU-Politiker Hendrik Wüst nach der Landtagswahl in NRW überhaupt Ministerpräsident bleiben wird. Jedoch ist der Trend in den neuesten Umfragen, auch beim WDR, auf seiner Seite.

NRW-Wahl: Packendes Rennen zwischen Wüst und Kutschaty

Ein großer Vorteil für CDU-Amtsinhaber Hendrik Wüst im Vergleich zu seinem Herausforderer Thomas Kutschaty von der SPD: Er ist deutlich bekannter in der Bevölkerung. Laut dem NRW-Trend für den WDR kennen immerhin 75 Prozent der Befragten den Ministerpräsidenten Wüst. Der Name von Oppositionsführer Kutschaty ist weitaus weniger geläufig: Lediglich 46 Prozent können mit ihm etwas anfangen.

Folgerichtig führt Wüst auch eindeutig bei der Frage, für wen die Menschen bei einer Direktwahl zum Ministerpräsidenten stimmen würden. Wüst kommt nun auf 43 Prozent und konnte damit im Vergleich zum Oktober, als er Laschet-Nachfolger wurde, satte 12 Prozentpunkte dazugewinnen. Dagegen erreicht Kutschaty nur magere 21 Prozent.

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So ging die Landtagswahl 2017 in NRW aus:

  • Armin Laschet (CDU) konnte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ablösen.
  • Seine CDU kam auf 33 Prozent, die SPD auf 31,2 Prozent.
  • Zu den Wahlgewinnern zählte auch die FDP, die auf 12,6 Prozent kam.
  • Somit reichte es für eine schwarz-gelbe Mehrheit im Landtag.
  • Die AfD zog erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein.

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NRW-Wahl 2022: CDU und SPD gleichauf in Umfrage

Warum das Rennen trotzdem eng und offen ist: Bei der Parteienpräferenz der Menschen in NRW sieht es weitaus ausgeglichener aus. Laut WDR können sowohl die Christdemokraten, als auch die Sozialdemokraten derzeit auf 28 Prozent hoffen. Auch hier machte die Union deutlich an Boden gut, möglicherweise auch durch die Person von Hendrik Wüst.

Sorgen dürfte der Union dagegen bereiten, dass der Koalitionspartner FDP nur auf 10 Prozent kommt, während die Grünen mit 17 Prozent klar dritte Kraft werden könnten. Die AfD kommt laut der Umfrage auf 8 Prozent. Die Linke wäre mit 3 Prozent weiter nicht im Parlament.

Trend zur NRW-Landtagswahl: Rot-Grün schnuppert an eigener Mehrheit

Das würde nicht für die Fortführung der derzeit regierenden schwarz-gelben Koalition im Landtag von NRW reichen. Stattdessen würden CDU oder SPD ein Dreierbündnis mit FDP und Grünen brauchen, also eine Jamaika- oder eine Ampel-Koalition, um die Staatskanzlei zu verteidigen bzw. zu erobern. Theoretisch vorstellbar, aber äußerst unrealistisch, wäre eine Große Koalition.

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Denkbar wäre ebenfalls eine mögliche rot-grüne Mehrheit, sofort dieses Lager noch leicht zulegen könnte. Aktuell kommt Rot-Grün auf 45 Prozent in der WDR-Umfrage, Schwarz-Gelb dagegen auf 38 Prozent. Durch die AfD würde es jedoch eine Mehrheit von 46 Prozent gegen Rot-Grün geben.

Sollte es tatsächlich am Ende für Rot-Grün reichen, wäre das eine kleine Sensation. Zuletzt hatte dieses Bündnis von 2012 bis 2017 eine eigene Mehrheit im Landtag. Aktuell aber gibt es lediglich im Stadtstaat Hamburg eine solche Koalition in Deutschland.

Es wäre eine große Überraschung, ebenso wie 2017 bei Schwarz-Gelb, wenn erneut ein Zweierbündnis im größten Bundesland Deutschlands eine Mehrheit erreichen könnte.

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Mehr zur NRW-Landtagswahl:

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Wahl in NRW: Diese Themen könnten wahlentscheidend werden

Anhand der WDR-Umfrage lässt sich auch ablesen, welche Themen wahlentscheidend werden könnten. Demnach ist die Corona-Pandemie für 35 Prozent der Befragten das wichtigste Thema in NRW. Das könnte sich jedoch bis zum Wahltermin am 15. Mai 2022 und nach dem erwarteten Abebben der Omikron-Welle im Frühjahr deutlich verschieben.

Danach werden Bildung (22 Prozent), Verkehr/Infrastruktur (20 Prozent) sowie Umwelt/Klima (17 Prozent) als die nächsten wichtigsten Probleme an Rhein und Ruhr genannt.

Sehr stark an Bedeutung verloren hat das Thema Zuwanderung mit jetzt 8 Prozent. Auch Soziale Gerechtigkeit (8 Prozent) und Wohnen (7 Prozent) spielen untergeordnete Rollen.